Zu viele Käfer und zu wenig Niederschläge setzen dem Lausitzer Wald weiter zu

Bislang ist keine Trendwende bei der Borkenkäfer-Plage absehbar. Die immense Borkenkäferdichte in den sächsischen Wäldern führt dazu, dass die Schadholzmengen von Fichte, Kiefer und Lärche rasant steigen. Teile der Bundeswehr waren in den letzten Wochen in unseren Wäldern im „Kampfeinsatz“ gegen den Käfer (siehe Foto). Schnelles Handeln ist weiterhin erforderlich, denn die Käfer haben im Hügelland bereits die nächste Generation angelegt.

Borkenkäfer sind besonders für Nadelbäume (Fichte, Kiefer, Lärche) gefährlich. Die Käfer entwickeln sich zwischen der Rinde und dem Holz von Bäumen.

Durch den Fraß werden der Nährstoff- und nachfolgend auch der Wassertransport des Baumes unterbrochen, wodurch der Baum abstirbt. Dies gelingt den Borkenkäfern in der Regel nur bei bereits geschwächten Bäumen. Sind viele Bäume durch Stürme, Schneebruch oder Trockenheit geschwächt oder die Witterungsbedingungen für den Käfer günstig, kann es zu einer Massenvermehrung und großflächigem Absterben von Waldbäumen kommen. Dadurch können sehr schnell große Freiflächen entstehen. Das bisher gewohnte Bild des Waldes, der eigenen Heimat, verändert sich. Und nicht nur das: Wertvolle Schutzfunktionen wie Erosionsschutz, Lärm- und Hochwasserschutz und die Verbesserung der Trinkwasserqualität werden vorerst nicht mehr oder nur eingeschränkt bereitgestellt.

Quelle: Freistaat Sachsen, (c) Foto: Weinrich

Folge uns auch auf Facebook!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.