Müssen erst alle jungen Menschen im Zittauer Gebirge wegziehen?

Die Frage stammt nicht von uns, aber dazu später mehr.

Die Welt könnte so schön einfach sein, gäbe es da nicht den Amtsschimmel und die verhasste Bürokratie. Das denkt sich derzeit auch eine kleine junge Familie in Eichgraben. Die Familie erbte vor geraumer Zeit ein beachtliches Grundstück mit 7.000 Quadratmeter Größe. Auf diesem Grundstück befindet sich ein Haus aus den 50er / 60er Jahren. Bei besagtem Grundstück handelt es sich um einen so genannten „Außenbereich im Landschaftsschutzgebiet“.

Nun hat die kleine Familie den Wunsch, auf ihrem eigenen Grundstück ein Eigenheim zu errichten. Doch der Wunsch wird im Keim erstickt. Nicht nur, dass sie auf ihrem eigenen Grundstück nicht bauen darf, aller Unverfrorenheit die Krone aufsetzend, bietet man ihr an, nur wenige Meter weiter ein städtisches, maximal 500 – 600 Quadratmeter großes Grundstück zu einem stolzen Preis erwerben zu dürften, auf welchem ihr Bauwunsch dann stattgegeben würde.

Grund für dieses ganze Possenspiel ist lediglich eine Formulierungsfrage. Bei besagtem Grundstück handele es sich um einen sogenannten Außenbereich, hier dürfe nicht gebaut werden auch wenn sich das Bauprojekt optisch perfekt in die Umgebung einbinden würde. Selbst die Untere Naturschutzbehörde hat sich dem Vorhaben nicht grundsätzlich verweigert, sondern einen entsprechenden Verfahrensweg aufgezeigt, um hier Baurecht herzustellen. Selbst der Ortschaftsrat Eichgraben setzt sich seit langer Zeit für die Familie ein und hat einen entsprechenden Beschluss gefasst, um ein Verwaltungsverfahren in Gang zu setzen, welches der jungen Familie das Bauen auf ihrem Grundstück ermöglicht.

zittau-live sprach gestern Abend mit dem Ortsbürgermeister von Eichgraben Sven Ehirg. Er meinte wörtlich: „Da Zittau nach wie vor jedes Jahr Einwohner verliert, sollten wir alle gemeinsam alles tun, junge Menschen in unserer Stadt zu halten bzw. in unsere Stadt zu holen. Darum ist es unverständlich, wie hier eine junge Familie eher zum Wegzug bewegt wird.“ Interessant wäre auch zu sehen, wie der Oberbürgermeister dazu steht, da er doch selber Eichgrabener ist.

Dies wird auch heute Abend ein Thema auf der aktuellen Stadtratssitzung werden, der Ortschaftsrat Eichgraben hat einen entsprechenden Beschlussantrag eingebracht, der von allen Stadtratsfraktionen übernommen wurde. Die Fraktion der AfD hat zu dieser Vorlage einen Änderungsantrag eingebracht, um einen mehrheitsfähigen Weg zu finden , der dieser jungen Familie das Bauen auf ihrem Grundstück ermöglichen soll.

Ortsbürgermeister Sven Ehrig vermutet, dass hier eher persönliche Befindlichkeiten eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung diesem Vorhaben im Wege stehen.

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2 thoughts on “Müssen erst alle jungen Menschen im Zittauer Gebirge wegziehen?

  1. Fp says:

    Warum drückt ihr euch so förmlich aus?..
    Persönliche Befindlichkeit?….schmeißt den Drecksack raus….!!!! Nur sogenannte Produktionsbremsen!!..man kann auch Trick 17 machen…neues Haus im Inneren des alten hoch ziehen,auf alten Fundament…nach Fertigstellung alte Mauern abreißen…..habe ich selbst schon in Vechta gemacht,da Gemeinde auch nicht wollte…Endresultat bei Nachträglichen Gerichtsverfahren alles gewonnen und Gemeinde müsste alles zahlen..

  2. Sven Hauptmann says:

    Ich sehe das genauso, auch bei unserer Immobilie hat eine Dame von dieser Verwaltung sehr große persönliche Probleme mit dem Genehmigungsstatus. Wahrscheinlich will sie sich auf Kosten der anderen profilieren um einen höheren Posten anzustreben.

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