Mehr als jeder zehnte Arbeitslosengeldempfänger bezieht ergänzende Hartz-IV-Leistungen

Mehr als jeder zehnte Arbeitslosengeldempfänger bezieht ergänzende Hartz-IV-Leistungen. Im Jahresdurchschnitt 2018 gab es im Landkreis 317 der vom Arbeitsamt als Aufstocker  bezeichneten Parallelbezieher von Arbeitslosengeld und Hartz IV-Leistungen. Damit bezog über jeder zehnte Arbeitslosengeldempfänger in Sachsen zusätzlich Hartz IV (11,2 Prozent). In Sachsen waren es 12,1 Prozent, bundesweit 9,7 Prozent. Dies geht aus der Antwort des Landrates auf eine entsprechende Anfrage des Kreisrates Jens Hentschel-Thöricht hervor.

Die Zahlen sind alarmierend und beschämend zugleich. Das Arbeitslosengeld als Versicherungsleistung, für das man oft viele Jahre eingezahlt hat, ist keine Garantie, im Falle der Erwerbslosigkeit einigermaßen finanziell über die Runden zu kommen. Der Niedriglohnbereich muss endlich effektiv bekämpft werden. Der gesetzliche Mindestlohn ist auf 12 Euro die Stunde anzuheben. Systematische Niedriglohnbeschäftigung wie Leiharbeit muss abgeschafft werden. Das existenzsichernde Normalarbeitsverhältnis muss für deutlich mehr Menschen möglich werden.

Die Rahmenfrist, in welcher der Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben wird, muss wieder auf 36 Monate ausgedehnt werden. Zudem soll der Anspruch auf Arbeitslosengeld bereits nach 4 Monaten Beitragszeit entstehen.

Folge uns auch auf Facebook!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.