Gedenkveranstaltung mit Bogatynia (PL) und Hradek nad Nisou (CZ) geplant

„Der Stadtrat beauftragt den Oberbürgermeister, aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2. Weltkrieges, für dieses bedeutende historische Ereignis am 8. Mai 2020 eine angemessene öffentliche Gedenkveranstaltung unter Einbeziehung von Vertretern der Partnerstädte Bogatynia (PL) und Hradek nad Nisou (CZ) sowie nach Möglichkeit der Kirchgemeinden zu organisieren.“

Dieser Antrag wurde von der Linksfraktion im Stadtrat Zittau in Abstimmung mit Oberbürgermeister Thomas Zenker eingereicht und wird in der Januarsitzung des Stadtrates behandelt.

Jens Hentschel-Thöricht, Zweiter Bürgermeister und Vorsitzender der Linksfraktion im Zittauer Stadtrat begründet den Antrag:

„Der 8. Mai 1945 ist als „Tag der Befreiung“ in mehreren europäischen Ländern ein Gedenktag, an dem der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa gedacht wird. An seinem 75. Jahrestag soll auch in Zittau das Gedenken an die Befreiung von nationalsozialistischer Herrschaft, von Völkermord und vom Grauen des Krieges in offizieller Form geschehen. Es soll an die Millionen Menschen – darunter auch Zittauerinnen und Zittauer – erinnern, die ihr Leben für die Befreiung der Völker Europas vom Faschismus eingesetzt und verloren haben. Mit dieser Mahnung soll die humanistische Forderung nach Toleranz und Frieden in der gesamten Welt nachdrücklich unterstrichen werden.

Wir sollten uns über Parteigrenzen hinweg einig sein, dass der Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus in der Erinnerung wachgehalten  werden muss. Es geht um die Verantwortung der Nachkriegsgenerationen und diese wird umso größer, je weiter weg das Ereignis rückt und je kleiner die Generation derer wird, die den Krieg noch selbst erlebt haben. Lassen Sie uns an diejenigen denken, die mit ihrem Opfer, mit ihrem Kampf es erst möglich machten, dass wir alle hier sitzen können. Dass wir nicht mit gestrecktem Arm Verbrechern zujubeln müssen oder in Lagern auf unsere Ermordung warten. Der Dank an die Befreier Europas  – an Amerikaner, Franzosen, Engländer, Sowjetbürger, Polen, Tschechen und viele andere  – sollte über Parteigrenzen eine Selbstverständlichkeit sein.“

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