Eröffnung der neu gestalteten Rüstkammer mit Fechtschule und Führungen

Ab dem kommenden Samstag zeigen die Städtischen Museen Zittau im ehemaligen Franziskanerkloster die neu gestaltete Dauerausstellung zur Zittauer Rüstkammer. Diese befand sich ursprünglich wahrscheinlich im Rathaus und später im Salzhaus, das nicht zuletzt deshalb auch als Marstall bezeichnet wurde.

Zittaus Bürger waren zur Treue gegenüber ihrer Stadt verpflichtet und damit auch zur Verteidigung. Eigene Waffen mussten dafür bereitgehalten werden. Das konnte die Verteidigung der Stadt im Krieg sein, die Teilnahme an Feldzügen des Landesherrn oder die aktive Durchführung einer Fehde gegen Adelige oder andere Städte. Verteidigung und Kriegswesen lagen in der Hand aller Bürger. Daher kam es auch regelmäßig zu Musterungen und Übungen. Für solche Zwecke dienten Orte wie das noch heute erhaltene Schießhaus.

Die Kampftauglichkeit wurde bei Schützenfesten erprobt und gefeiert. Die heutige museale Rüstkammer beschreibt etwa 400 Jahre Zittauer Geschichte und ist somit Quelle für Kultur- und Militärgeschichte, aber auch für Handwerkskunst. Die Umgestaltung der Rüstkammer erfolgte mit Unterstützung der Hermann-Reemtsma-Stiftung. zittau-live war während der Umgestaltung vor Ort und zeigt hier noch einmal den Filmbeitrag vom 29. August.


PROGRAMM
13:00 Uhr und 15:00 Uhr: Führung
14:00 Uhr: Fechtschule für Groß & Klein mit Sven Richter (max. 20 Personen, mit Anmeldung)

An der Fechtstation können die Teilnehmer die Fechtweise mit dem Hofdegen, wie zur Zeit des Barocks gefochten wurde, ausprobieren. Sie erlernen die Grundlagen der Beinarbeit und die Handhabung der Waffe. Die Teilnehmer können anschließend das Hieb- und das Stoßfechten in kleinen vorgegebenen Übungen ausprobieren. Als Höhepunkte üben die Teilnehmer eine Finte und eine Entwaffnung. Um Verletzungen auszuschließen, benutzen alle Fechtinteressierten nur Waffen aus Plastik. Eine Teilnahme an Fechtschule und Führung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

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