Die Literatur der Romantik und der Berg Oybin

Am kommenden Mittwoch „übernimmt“ um 17:00 Uhr das SCHILLER-Forum, eine neue Kulturstätte in Zittau, die demnächst in der Schillerstraße ihre Pforte öffnen wird, die Ausstellung „Der Berg Oybin und die Malerei der Romantik in der Oberlausitz“. In der Abstimmung mit dem Zittauer Gerhart-Hauptmann Theater wurde ein einstündiges Begleitprogramm zusammengestellt. Es besteht aus Lesungen ausgewählter Texte aus der Zeit der Romantik, die vor den Gemälden rezitiert werden. Schauspieler Tilo Werner vom Theaterensemble und zwei Literaturkreise des Schiller-Forums – „Schwarz auf Weiß“ und „TELL“ – stimmten Motive der Bilder mit Botschaften aus der Romantikliteratur ab, um im Klang der Sprache, den Ausdruck in der Leinwand zu treffen. Die Texte stammen aus den Werken von Friedrich Schiller, Novalis, Joseph von Eichendorff, Annette von Droste-Hülshoff und zwei lokalen Autoren – Karl Moráwek und Carl Clemens.

Die Kunst der Malerei besteht darin, dass sie unseren Blick führt und festhält und die Bedeutung in Worten sucht. Es ist ein Spiel, aber oft eine zusätzliche Stütze bei der Interpretation des Bildes. Die Texte, aus der Entstehungszeit der Bilder, unterstreichen die Authentizität der Darstellungen, sie erinnern an die Zeit, die auch hier in Oybin und in der Lausitzer Region heimisch war. Sie sind der Klang. Die Autoren Moráwek und Clemens waren Zeugen der Zeit und in der Region zu Hause. In den kostbaren Grafiken ist das einstige Aussehen der Oybiner Landschaft im 19. Jahrhundert präzise festgehalten. Viele bekannte Künstler hielten sich hier auf, weil die Motive ihrer innerer Stimmung entsprachen. Romantik war aber nicht nur eine Stilentwicklung und Mode, sie war ein Statement zur Welt. Die Epoche fasziniert bis heute durch ihren Vergleich zwischen dem irdischen Dasein, dem Reichtum der Natur und der Weite des Universums – des unerreichbaren Ganzen.

Berg Oybin

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