Das Einkaufen von Hafer für ein totes Pferd…

Eine andere Metapher fällt uns leider gerade nicht ein, betrachten wir die Gesprächsthemen der kommenden Stadtratssitzung am Donnerstag. Das Zittau finanziell blank ist, dürfte mittlerweile nun wirklich jedem bekannt sein, aber es sind die Ziele, die zählen!

Zittau kann (zwar nicht wirklich) mehr, will es aber doch so sehr!

Ok, die gescheiterte Kulturhauptstadt-Bewerbung war – und das muss man den Verantwortlich vollumfänglich zugestehen – eine wirklich tolle und sowohl wirtschaftlich (wenn es denn geklappt hätte), als auch marketing-technisch brillante Überlegung! Dass das Ganze finanzpolitisch über jedes Ziel hinaus schoss, ist eine ganz andere Baustelle.

Trotzdem fliegt oder flog unsere Stadtverwaltung schon wieder in ganz anderen überirdischen Sphären – und da sind wir wieder bei unserer Stadtratssitzung am Donnerstag: Das Zittau sich für den „Tag der Sachsen 2022“ beworben hat, welcher immerhin mit rund 1,5 bis 2 Millionen Euro Kosten zu Buche geschlagen hätte – gut der Freistaat hätte rund 900.000 Euro dazugegeben -, oder auch die Bewerbung zu einem weitaus günstigerem Event – dem Erntedankfest für lächerliche 200.000 Euro (auch das wäre ggf. vom Freistaat gefördert wurden), lässt die Überlegung aufkeimen, ob die Verantwortlichen den Blick für die Realität verloren haben.

Während die Zittauerinnen und Zittauer mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise kämpfen, während die Feuerwehr an ihrer substantiellen Basis kratz, während Eltern sich fragen, ob der Schwimmunterricht ihrer Kinder in Zukunft noch gesichert sein wir, absolviert die Stadtverwaltung lieber marketingtechnische Planungsspielchen, um Geld auszugeben, was eigentlich gar nicht da ist.

Übrigens, der Verwaltungs- und Finanzauschuß hat beide Vorhaben bereits im Vorfeld abgelehnt. Und auch Oberbürgermeister Thomas Zenker glaubt nicht mehr so wirklich daran – er hat bereits dem Sächsischen Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler abgesagt….

 

Foto: Archiv zittau-live

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