Ärger mit der KVG

Normalerweise fährt Andres Steven Correa (33) jeden Morgen mit dem Auto von Olbersdorf zur Volkshochschule nach Zittau. Dort studiert der Arzt aus Equador deutsch, um hier seinen Facharztabschluss zu machen. Gestern ging das nicht, gestern nahm er den Bus Nummer 5. Pünktlich um 08:04 Uhr stieg er in Olbersdorf ein – vorn beim Fahrer – anders geht es nämlich gar nicht -, löste ganz vorschriftsgemäß einen Fahrschein und nahm Platz.

Keine 5 Minuten später stand ein Kontrolleur der Sicherheitsfirma Holdinghausen vor ihm und verlangte seinen „Ausweis“. Dem Deutsch noch nicht ganz so mächtig, übergab Andres Steven Correa dem Kontrolleur das, was von ihm verlangt wurde – seinen Ausweis. DAS allein war Grund genug für den Mitarbeiter mit der Dienstnummer 12, ihm ohne weitere Rückfragen einen Verwarngeldbescheid in Höhe von 60 Euro zu überreichen, obwohl man fast ohne jeden Aufwand das Missverständnis vor Ort mit dem Fahrer hätte klären können. Andres Steven Correa, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht realisieren konnte, was gerade geschah, steckte den Zettel ein und besprach dies im Laufe des Tages mit seinen deutschen Angehörigen.

Diese machten sich zusammen mit ihm und dem gültigen Fahrausweis, den er für 1,20 € um 08:04 Uhr kaufte, auf nach Zittau, um den Sachverhalt vor Ort mit den Verantwortlichen zu klären. Angekommen bei der KVG sprachen sie mit dem Verkehrsmeister Herrn Alexander Kretzschmar – und ab hier läuft alles mehr oder weniger aus dem Ruder. Andres Steven Correa und sein deutscher Angehöriger wandten sich im Nachgang an zittau-live, sprachen von Arroganz, Überheblichkeit und – vor allem: keine Achtung gegenüber ausländischen Mitmenschen! Der Angehörige von Steven sagte gegenüber zittau-live, es gänge ihnen überhaupt nicht um das Geld, auch wenn dieses zu Unrecht gefordert werde. Es gänge ihnen darum, dass Mitarbeiter der Städtischen Verkehrsbetriebe Andres Steven Correa, der in seiner Heimat als Arzt praktizierte, hinstellen wie einen kleinen dummen Jungen, ihn mit herablassenden Spielchen zur Wiederholung deutscher Sätze nötigten und Sonstiges.

Kretschmar, Verkehrsmeister bei der KVG meinte, das Ticket stamme nicht aus dem Bus, man könne es doch von überall her haben. Schwer nachvollziehbar, war der verkaufende Busfahrer direkt vor Ort – eine kurze Nachfrage hätte alles sofort erklären können. War so aber wahrscheinlich nicht gewollt.

Aufgrund dieser Tatsache suchte unsere Redaktion gestern ebenfalls telefonisch den Kontakt zu Herrn Kretschmar von der Verkehrsgesellschaft, letztendlich konnte sie aber die Art und Weise, wie der Mitarbeiter mit Kunden umgeht, nur bestätigen.

Grund genug für uns, mehrere Fragen zu stellen: Beginnen wir bei der Firma Holdinghausen: Wieso sind die Mitarbeiter nicht so ausreichend geschult, um offensichtliche Missverständnisse – gerade mit Ausländern – vor Ort besser zu klären? Beim Bus geht nur die vorderste Tür auf, defacto man zeigt dem Fahrer sein Ticket oder kauft halt eben eins! Oder gibt es eine Art „Fangprämie“ ? Schon des Öfteren gab es in der Vergangenheit Beschwerden über die Art und Weise der Dienstausübung des Sicherheitsdienstes.

Wie kann ein Unternehmen wie die KVG einen Posten mit einem Mitarbeiter besetzen, dem augenscheinlich jedwedes Gespür im Umgang mit Menschen verlustig gegangen ist – gerade in einer Hochschulstadt wie Zittau? Eine angemessene Kommunikation sollte wohl möglich sein, sowohl bei der KVG als auch bei der Firma Holdinghausen.

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6 thoughts on “Ärger mit der KVG

  1. J H says:

    Die KVG ist noch nie kundenfreundlich gewesen, dort sind absolut die falschen Leute am Ruder.

  2. Frank Flecks says:

    Ich möchte Kontrolleur bei der KVG werden.
    Habe 34 Jahre Berufserfahrung !!!

  3. Heiko H. says:

    Tja aber mit 33 Jahren kann ich auch nicht für 1.20 € nach Zittau fahren, das kostet schon mal 1.60 €.

  4. Bert O. says:

    Der Text enthält allerhand Ungereimtheiten. A.S.C. besitzt ein Auto und ist in Olbersdorf gemeldet. Also benötigt er dt. Fahrzeugpapiere und Dokumente. Dies setzt schon einmal ein Mindestmass deutscher Sprachkenntniss voraus. Abgesehen davon, dass ein Einzelfahrschein 1,60 € kostet, erscheint auch die weitere Darstellung etwas fragwürdig.. Fahrzeugkontrolleure gibt es auch in Ecuador und denen zeigt man nicht den Ausweis, wenn man einen gültigen Fahrschein hat. Sicher war A.S.C. nicht der einzige Fahrgast im Bus, also konnte er auch sehen, dass die anderen Fahrgäste die Fahrscheine vorzeigten. Und die hintere Tür öffnet sich zumeist an allen Haltestellen. Fragen über Fragen…
    Oder soll mit der Erzählung gegen die KVK und die Fa. Holdringhausen etwa etwas Stimmung geschürt werden?

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