Onlinediskussion „Wir kaufen uns eine bessere Welt“ am Donnerstag

Vorweihnachtseinkäufe, Black-Friday Rabatte und der Saisonschlussverkauf. Gerade zum Ende des Jahres wird besonders viel Geld für Geschenke und anderes ausgegeben, noch dazu wird in Zeiten des Corona-Lockdowns vermehrt online geshoppt. Welches Siegel gekauft oder nicht gekauft werden sollte, ob es wirklich Sinn macht, regional zu kaufen oder ob doch lieber die Marke gekauft wird, die bereits bekannt ist. Am Ende muss dies der Käufer oder die Käuferin für sich selbst entscheiden.

Hierzu lädt der lädt der Landtagsabgeordnete Mirko Schultze zu einer Onlinediskussionsrunde im Netz am 19. November ein. Gemeinsam mit der Sprecherin für Umwelt, Ressourcenwirtschaft und Entwicklungspolitik Antonia Mertsching möchte er darüber diskutieren, wie viel Wahrheit im wirtschaftlichen Allheilsversprechen: „Kauf dich glücklich und rette damit die Welt!“ und der These: „Der Markt wird es schon regeln…“ liegt.

Zuschalten kann sich jeder via Facebook oder Instagram.

Zittauer Geschichtsblatt Nr. 55 erschienen

Ab sofort ist die neue Ausgabe des Zittauer Geschichtsblatts im Museumsshop des Kulturhistorischen Museums Franziskanerkloster zum Preis von 10,00 EUR erhältlich.

Das noch ganz druckfrische Heft Nr. 55 der Zittauer Geschichtsblätter bietet dem Leser einen bunten Strauß von gut bebilderten Aufsätzen zur Geschichte und Kunst im Zittauer Land. Den Titel ziert eine Arbeit des in Zittau geborenen und zur Zeit des Jugendstils in Dresden tätigen Bildhauers Walter Sintenis: die Bronzeskulptur einer Schwangeren, ein Bildthema, das im beginnenden 20. Jahrhundert in der Kunst nicht ganz alltäglich war. Der Onkel der berühmten Berliner Bildhauerin Renée Sintenis hat aber darüber hinaus noch viele andere zauberhafte Frauenbilder und eindrucksvolle Porträts geschaffen.

Ein weiterer Beitrag zur bildenden Kunst beschäftigt sich mit dem in Seifhennersdorf geborenen, in der Oberlausitz tief verwurzelten Maler Herbert Vogt, obwohl er etwa zwei Drittel seines Lebens am Bodensee verbrachte. Mit ihrem neuen Aussichtsturm ist die Lausche als höchster Gipfel des Zittauer Gebirges ein aktuelles Gesprächsthema: Ein Lauscherundblick, ein kolorierter Kupferstich des Warnsdorfers Johann Gruß aus dem Jahre 1828, ist der Ausgangspunkt für die Darstellung von dessen Lebensweg und der touristisch-gastronomischen Erschließung dieses Berges seit dem 19. Jahrhundert.

Spannend ist ein Aufsatz zu Chronogrammen in Zittau, in kunstvoller Weise geschriebenen und in historischen Inschriften verborgenen Jahreszahlen, die sich gedruckt, aber auch baugebunden im Stadtbild finden. Mit den Arbeitskämpfen im Zittauer Baugewerbe zu Beginn des 20. Jahrhunderts, mit ihrem Protagonisten Emil Müller, dem Vater des Landschaftsmalers Willy Müller-Lückendorf, findet sich in dem Heft auch ein anschaulich geschildertes Stückchen der Geschichte des Arbeitslebens der Stadt Zittau.

Ein weiterer Aufsatz beschäftigt sich mit den Altarbildern der Zittauer Klosterkirche, vor allem aber auch mit deren grafischen Vorlagen, die aufgespürt werden konnten. Außerdem gibt es mit einem in Schweden aufgetauchten Erinnerungsalbum Neues zum Oberlausitzer Maler Oswald Jarisch, Neues zu seiner Porträtkunst.

Erinnert wird an den Liberecer Historiker Rudolf Anděl, der uns bis vor wenigen Jahren hier in Zittau mit seinen fundierten und mit wunderbarem tschechischen Humor gespickten Vorträgen erfreut hat. Nicht zuletzt bietet diese Ausgabe der Zittauer Geschichtsblätter einen Rückblick auf die Arbeit der Städtischen Museen Zittau der Jahre 2016 bis 2019 mit all den Ausstellungen, Projekten und Symposien, den Vorträgen und der Sammlungstätigkeit.

Zittauer Geschichtsblatt Nr. 55
Streiflichter. Geschichte und Kunst im Zittauer Land
88 Seiten

10,00 EUR
ISBN: 978-3-9944560-69-4
Öffnungszeiten des Museumsshops:
Dienstag – Donnerstag 10:00 – 14:00 Uhr (ausgenommen heute) und nach Vereinbarung, Versand möglich