Sinnlose Sachbeschädigung in Oberoderwitz

Radioantenne abgeknickt, Blinker rausgerissen und eine klebrige braune Substanz auf der Heckscheibe. So lautet die Bilanz einer Autofahrerin aus Großschönau zu ihrem am Oberoderwitzer Bahnhaltepunkt abgeparkten Wagen. Unbekannte Täter haben sich am gestern zwischen 09:00 Uhr und 15:00 Uhr an dem Golf zu schaffen gemacht, gab die geschädigte Frau den Beamten der Bundespolizei an.

Die Beschädigungen hat sie allerdings erst zu Hause festgestellt. Angaben zur Schadenshöhe konnte sie noch nicht machen. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen und bitte um Hinweise aus der Bevölkerung unter der Rufnummer 03586 / 76020.

Sachsen verlängert und erweitert Soforthilfe-Programm für Kultureinrichtungen

Die Förderrichtlinie für Corona – Härtefälle in der Kultur ist bis zum 31. Dezember 2021 verlängert sowie auf Musik-Clubs und Spielstätten, die von Einzelpersonen betrieben werden, erweitert worden. Eine Klarstellung erfolgt hinsichtlich Personengesellschaften, die nunmehr ausdrücklich in der Richtlinie als Zuwendungsempfänger benannt sind. Das Sächsische Kabinett hat gestern Nachmittag den Änderungen des Förderprogramms zugestimmt.

Grund für die Änderung ist, dass die Corona-Pandemie auch im Jahr 2021 für große Unsicherheiten im Kulturbereich sorgen wird. „Die Gespräche mit den betroffenen Trägern vor Ort haben gezeigt, dass viele bislang ohne staatliche Unterstützung versucht haben, die Einnahmeverluste zu kompensieren. Wir möchten und müssen dort unterstützend eingreifen, wo die Eigeninitiative der Veranstalter an ihre Grenzen stößt. Mit fortschreitenden Schließzeiten wächst hier der Bedarf. Deswegen habe ich mich sehr dafür eingesetzt, dass unsere sächsischen Programme wie der Soforthilfe-Zuschuss ‚Härtefälle Kultur’ in das kommende Jahr übertragen werden“, so die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch.

Mit der Richtlinie „Corona – Härtefälle Kultur“ werden freie Träger im Bereich Kunst und Kultur in der Corona-Pandemie unterstützt. Bisher konnten bereits unter anderem freie Theater, Festivals und kulturelle Vereine Gelder beantragen. Der Zuschuss beträgt bis zu 10.000 Euro, bei Darlegung eines höheren Bedarfes mittels eines qualifizierten Liquiditätsplans können bis zu 50.000 Euro ausgereicht werden.

Quelle: Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Heute ist Martinstag, doch was hat es damit auf sich?

Heute, als am 11. 11. ist nicht nur (eigentlich) Karnevalsauftakt, in erster Linie ist heut Martinstag in Gedenken an die Grablegung des heiligen Bischofs Martin von Tours. Der Martinstag ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen gepflegt, die bekannteste in unserer Region ist sicher das Martinsgans-Essen.

Die Grundlagen dieses Brauchtums gehen weit zurück in die Geschichte: Entgegen seinem eigenen Willen drängte das Volk von Tours darauf, Martin zum Bischof zu weihen. Bescheiden, wie er sein Leben führte, hielt er sich unwürdig für solch ein hohes Amt und habe sich deshalb in einem Gänsestall versteckt. Die Gänse jedoch hätten so aufgeregt geschnattert, dass Martin gefunden wurde und geweiht werden konnte.

Daneben war der Martinstag das Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres, neuer Wein konnte probiert werden, es war der Termin für den Viehabtrieb oder das Ende des Weidejahres sowie der traditionelle Tag, an dem die Entrichtung des Zehnten fällig war. Die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt, auch in Gänsen. An diesem Tag begannen und endeten Dienstverhältnisse, Pacht-, Zins- und Besoldungsfristen.