Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern sinkt, Landratsamt schließt ab Mittwoch

Die Zahl der Corona-Patienten in den hiesigen Krankenhäusern ist leicht gesunken. Aktuell werden im Landkreis 112 Personen stationär in einer Klinik behandelt, 23 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Die Altersspanne der Patienten liegt zwischen 35 bis 87 Jahre.

Bislang haben sich seit März 2020 nachweislich 2274 Menschen insgesamt mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Derzeit gibt es noch 1621 aktive Fälle. 621 Personen sind bislang genesen. Bislang sind im Landkreis Görlitz 32 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

Corona-Hotspots im Landkreis Görlitz

Aktuell sind im Landkreis vor allem Pflegeeinrichtungen sowie Wohnheime für behinderte Menschen besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Hotspots befinden sich in Oppach, Neusalza-Spremberg, Zittau, Bertsdorf-Hörnitz, Görlitz, Boxberg, Bad Muskau und Ebersbach Neugersdorf (Altenpflege). Bei den Wohnstätten für Menschen mit Behinderung ist neben Zittau, Oderwitz und Großschweidnitz auch Rothenburg stark betroffen. Hier wurde der komplette Campus am vergangenen Wochenende unter Quarantäne gestellt.


Besuch im Landratsamt nur in Ausnahmen und nur nach Terminvereinbarung

Das Landratsamt schließt aufgrund der Infektionslage ab Mittwoch, den 11. November für den Besucherverkehr. Nur noch in Ausnahmefällen ist der Zutritt für zwingend notwendige persönliche Vorsprachen ausschließlich nach vorheriger Vereinbarung per Telefon oder eMail möglich.

Die KFZ-Zulassungsstelle und Fahrerlaubnisbehörde in Zittau bleibt unter Nutzung des Online-Terminvergabe-Systems geöffnet. Hier können Bürgerinnen und Bürger unter https://www.kreis-goerlitz.de Termine vereinbaren.

Quelle: LRA Görlitz, Foto: privat

18-jährige Slowake wegen Verdachts des Diebstahls im besonders schweren Fall verhaftet

Zittauer Polizisten haben in der Nacht zu Montag einen Einbrecher in flagranti erwischt. Der 18-jährige Slowake war offenbar gerade in einen Citroen Jumper an der Schillerstraße eingebrochen. Ein Anwohner hatte den Vorfall beobachtet und die Polizei gerufen. Die Beamten erwischten den Mann wenige Meter vom Tatort entfernt mit einer Eisenstange in der Hand. Einen Gegenstand aus dem Fahrzeug hatte er ebenfalls bei sich. Der Tatverdächtige sitzt nun bis zur richterlichen Entscheidung in einer Zelle im Polizeirevier Zittau-Oberland. Der örtliche Kriminaldienst übernahm indes die Ermittlungen wegen des Verdachts des Diebstahls im besonders schweren Fall.

Foto: Symbolbild

ZKM möchte Löbauer Vorbild folgen

Die ZKM-Fraktion im Zittauer Stadtrat möchte eigenen Angaben zufolge einer Idee aus Löbau folgen und einen Antrag einreichen, welcher den Zittauerinnen und Zittauern die Parkgebühren für den Rest des Jahres erlässt. Damit sollen mehr Menschen in die Innenstadt gelockt und die regionale Wirtschaft gestärkt werden. Dies teilte die Fraktion vor wenigen Minuten über den Nachrichtendienst Twitter mit. Weiterhin heißt es dort: „Am Donnerstag tagt der VFA (Verwaltungs- und Finanzausschuss). Da sollte dies noch auf die Tagesordnung.

Tolle Idee, wie wir finden!

Symbolbild: Archiv

Es tut sich was für die Zittauer Unternehmer…

Im September trafen sich Zittauer Gastronomen, Händler und Gewerbetreibende auf Initiative der Linken in Hotel „Dreiländereck“, um die Diskrepanzen zwischen der Stadtverwaltung und der freien Wirtschaft in Bezug auf die sogenannte „Richtlinie zur Gestaltung von Sondernutzungen im öffentlichen Raum“ zu diskutieren, Lösungswege und Ideen zu finden sowie eine Einigung herbei zu führen.

Die „Zwangsverordnung“ mit dem sperrigen Namen ist vielen ein Dorn im Auge, reglementiert sie doch in extremer Art und Weise primär auch die Außendarstellung der einzelnen Unternehmen.

Ein Ergebnis dieser Diskussionsrunde war, das City-Manager Stephan Eichner (Foto) die jeweiligen Unternehmen befragte und zusammen mit ihnen eine Art Wunschliste erstellte, die dann der Stadtverwaltung vorgelegt und dieser bei einer neuen Beschlussfassung als Grundlage dienen sollte. Als erwiesen galt, dass beide Seiten zu einem Kompromiss finden müssen. Aus Sicht der Stadt ist es zu Recht nicht hinnehmbar, dass durch eine nicht-reglementierte Außengestaltung die „Einzigartigkeit des … historischen Erscheinungsbildes der Zittauer Innenstadt“ verloren geht. Aus Sicht der Gewerbetreibenden, vor allem der Gastronomen, ist es hingegen unverständlich, jahrelang geduldete und zum Teil mit hohen Investitionen verbundene Außenanlagen kurzfristig zurück zu bauen.

Nun ist die Liste fertig, der Vorsitzende des Gewerbe- und Tourismusvereins „Zittau lebendige Stadt e.V.“ Ronny Überschär (Foto) übergab sie am vergangenen Donnerstag an die Stadtverwaltung sowie an die Zittauer Stadträte. In dem 3-seitigen Schreiben wünschten sich die Unternehmer zusammengefasst:

  • eine bessere Involvierung der Gewerbetreibenden bei der Gestaltung der neuen Satzung
  • Förderung der Innenstadtunternehmen aufgrund der Standortnachteile gegenüber Unternehmen auf der „grünen Wiese“
  • Geltungsdauer für Sondernutzungsgenehmigungen nunmehr fünf statt bisher einem Jahr
  • Bestandsschutz für bereits erteilte Genehmigungselemente zur Erhöhung der Planungssicherheit für die Unternehmen
  • Streichung der Regelungen zur Einfriedung von Außenanlagen oder zumindest Anpassung an die Sächsische Bauordnung, bestenfalls Festlegung als Bestandschutz für bereits bestehende Objekte
  • Streichung des Verbots für die Nutzung kostenfreier Brauerei-Sonnenschirme für Gastronomiebetriebe
  • Bepflanzung von Blumenkübel und -kästen, welche der räumlichen Eingrenzung gastronomischer Außenanlagen dienen, durch das Grünflächenamt
  • Senkung der Gebühren für Werbeaufsteller auf den Gehwegen, Genehmigungen hierzu künftig auch fünf statt nur einem Jahr
  • Streichung des Verbotes für ortsungebundene Außenwerbung
  • Bessere Sauberkeit und mehr Reinigung der Innenstadt durch die Stadtverwaltung
  • Temporäre Außer-Kraft-Setzung der Richtlinie durch die coronabedingt ohnehin schon schwierige Lage der Unternehmen

Wie der Stadtrat und vor allem die Stadtverwaltung auf dieses Schreiben reagiert, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Gerade die Gastronomie ist von der Richtlinie betroffen
Blumenkübel zur Einfriedung von Außenanlagen sollen künftig von der Stadt bepflanzt werden
City-Manager Stephan Eichner
Chef des Gewerbe- und Tourismusvereins Ronny Überschär

(c) Fotos: 1-3: Mit freundlicher Genehmigung von Raimund Linke, 4-5: M. Huber

100.000 Euro Schaden bei Brand in Ebersbach

Am Samstagmittag eilten Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei zum Oberen Kirchweg in Ebersbach-Neugersdorf. Dort sollte nach ersten Mitteilungen eine Garage brennen. Den Einsatzkräften bestätigte sich schnell diese Angabe.

Das an ein Wohnhaus grenzende Gebäude brannte aus nicht abschließend geklärter Ursache bereits in voller Ausdehnung. Die eingesetzten Kameraden der umliegenden Feuerwehren leiteten schnell die Löschmaßnahmen ein und verhinderten so ein Übergreifen auf das Wohnhaus. In der vollständig ausgebrannten Garage zerstörten die Flammen neben Werkzeugen und Gartengeräten auch fünf Motorräder und vier Fahrräder. Außerdem wurde ein unmittelbar vor der Garage stehender Pkw Mercedes beschädigt.

Einen 19-jährigen Anwohner brachten Rettungskräfte mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Nachdem die Feuerwehr den Brand bekämpft hatte, steht der Eigentümer nun vor einem hohen Sachschaden, der nach ersten Schätzungen mehr als 100.000 Euro beträgt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen eingeleitet, ein Brandursachenermittler ermittelt.