Von überfüllten Bussen und mangelnder Verantwortung

Seit dem letzten Montag haben wir den zweiten Lockdown. Die Sächsische Staatsregierung hat hierzu verbindliche Verhaltensrichtlinien festgelegt, an die sich jeder zu halten hat – ob es ihm gefällt oder nicht. Nur wenn sich alle daran halten, könne die Krise überwunden werden, so der einstimmige Tenor der Verantwortlichen.

Soweit, so gut. Nur ist das ganze Prozedere relativ sinnentleert, wenn man sich nur zum Schein daran hält. So sehen es auch einige Leserinnen und Leser, die uns unter der Woche dazu angeschrieben haben.

Immer nach Schulschluss stehen unzählige Schülerinnen und Schüler dicht auf dicht an den Haltestellen. Mundschutz? Fehlanzeige! Im Freien mag das ja noch einigermaßen akzeptabel sein, richtig schlimm wird es erst im Bus. Diese sind in den Stoßzeiten bis zum letzten Platz vollgestopft, hier stehen die Schüler zusammengepresst mit anderen Fahrgästen. Oft sind es so viele, das gar nicht alle mitkommen. Auch hier sucht man bei einigen vergebens nach einer Maske.

Die Busfahrer sind rettungslos überlastet, meist kommt es in den Stoßzeiten nicht einmal zu Kontrollen.

Warum wurde seitens der KVG nicht mal Kontakt zu Schulen aufgenommen um einen versetzten Schulschluss oder den Einsatz von zusätzlichen Bussen abzusprechen? Bei der KVG Zittau war jedoch niemand zu einer Stellungnahme bereit. In der aktuell drastischen Coronalage passt diese unveränderte Bussituation absolut nicht! Die Zahlen unter den Schülern werden steigen und es wird wieder Quarantäne zum Leid mancher Schüler geben.

Bei der aktuelle Situation mit der Regelverschärfung auch in Zittau als Hotspot und an der medizinischen Überlastungsgrenze der regionalen Krankenhäuser sollten die Maßnahmen, wie sie Ministerpräsident Michael Kretschmer predigt, auch hier umgesetzt werden. Dies wäre auch gegenüber den Gaststätten, Sport- und Veranstaltungsbereichen fair.

Zittauer Museumsshop öffnet wieder

Trotz Schließung der Städtischen Museen Zittau bis voraussichtlich 30. November ist der Museumsshop im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster künftig Dienstag bis Donnerstag von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet, ausgenommen am Buß- und Bettag, den 18. November.

Erhältlich sind Eintrittskarten (Kombikarten) für die Städtischen Museen Zittau. Mit dem Kauf jetzt unterstützt ihr die Städtischen Museen Zittau in der schwierigen Situation. Die Einlösung der Eintrittskarten ist zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Öffnungszeiten in den kommenden 2 Jahren möglich.

Im Angebot des Museumsshops findet ihr außerdem

  • Zittauer Geschichtsblätter
  • museumseigenen Veröffentlichungen
  • Literatur zu historischen und kunsthistorischen Themen der Region und vergangenen und aktuellen Ausstellungen
  • Postkarten, Plakate und weitere Produkte mit Motiven aus den Städtischen Museen Zittau
  • Kalender für 2021, u.a. der des Künstlers Willi Müller-Lückendorf
  • der mit Schokolade gefüllte Adventskalender mit einer Zittauer Ansicht von Bruno Lademann

Kunst in Zeiten von Corona

Nein, noch ist sie nicht ganz verschwunden, die Kunst in Zeiten von Corona. So zeigt die Hauptfiliale der Sparkasse Oberlausitz Niederschlesien auf der Zittauer Frauenstraße noch bis 11. November in ihren Räumlichkeiten die Ausstellung „Eindrücke einer Malerin“ mit Werken von Nadiia Donchenko.

Die Ausstellung ist während den regulären Öffnungszeiten zu sehen. Ab dem 13. November folgt dann sie Ausstellung „Portraitmalerei“ von Jens Kubiziel.

Weihnachten steht vor der Tür!

Nachdem die beliebte Ostsächsische Weihnachtsmesse wegen Corona am 26. Oktober abgesagt werden musste, gibt es nun einen Ersatz: Am 2. Advent, also am 5. und am 6. Dezember, findet im Goldnen Stern in Neueibau jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr der „Ostsächsische Weihnachtszauber“ statt.

Gezeigt werden Kunsthandwerk und verschiedene Deko-Trends. Wer selbst etwas schaffen möchte, den erwartet eine Vielzahl an Kreativangeboten. Die Veranstaltung findet coronabedingt unter Vorbehalt statt. Trotzdem laufen die Planungen auf Hochtouren. Damit möchten die Veranstalter die Händler und Kreativen unterstützen.

Winterpause im Kinder-Bahnhof

Coronabedingt eine Woche früher als geplant, verabschiedete sich auch der beliebte Kinder-Bahnhof in Oybin in die Winterpause. Ursprünglich war aus Sicherheitsgründen eine Schließung ab kommenden Montag vorgesehen. Die Öffnungszeiten richten sich nach den Betriebszeiten der Zittauer Schmalspurbahn, da deren Mitarbeiter für die Öffnung und Schließung verantwortlich sind.

Im März 2021 startet der kleine Bahnhof dann wieder in den „regulären Betrieb“.

Foto: Archiv zittau-live

Simson kollidiert mit Porsche – 18-jähriger verletzt

In Spitzkunnersdorf kam es am Donnerstagnachmittag zu einem Unfall bei dem eine Person verletzt wurde.

Wie die Polizei mitteilte, waren zwei Mopedfahrer auf der S135 bei Spitzkunnersdorf in Richtung Oderwitz unterwegs. Die beiden fuhren nebeneinander, letztendlich so dicht, das der 18-jährige zu Fall kam. Durch den Sturz geriet der Mopedfahrer auf die Gegenfahrbahn wo sich ein Fahrzeug näherte. Der entgegenkommende Porsche-Fahrer reagierte prompt- er bremste und wich aus.

Einen Zusammenstoß mit dem Moped konnte der 41-jährige allerdings nicht mehr verhindern. Rettungskräfte brachten den Mopedfahrer in ein nahegelegenes Klinikum. Die S135 musste für die Dauer der Unfallaufnahme voll gesperrt werden. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro.

Quelle und Foto mit freundlicher Genehmigung Blaulichtreport Zittauer Gebirge