Überwältigender „Marsch des Lebens” am letzten Sonntag

Mehr als 200 Menschen folgten dem Aufruf einer Initiativgruppe verschiedener Gemeinden der Region und nahmen am vergangenen Sonntag am „Marsch des Lebens” teil.

Der Marsch geht auf eine Initiative eines christlichen Hilfswerkes aus Tübingen zurück. Gemeinsam mit Nachkommen der „Tätergeneration“ wurden Gedenk- und Versöhnungsmärsche an Orten des Holocaust veranstaltet. Am Sonntag beteiligten sich polnische, tschechische und deutsche Bürgerinnen und Bürger daran. Als besonderer Gast konnte ein Vertreter der jüdischen Gemeinde in Liberec begrüßt werden.

Vor dem Zittauer Theater begrüßte der stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Zittau Jens Hentschel-Thöricht die Teilnehmenden. In seiner Rede mahnte er, dass „es kaum eine jüdische Familie gibt, in der es keine Opfer gab“.

Ziel des Marsches war der Dreiländerpunkt in Polen. Hier berichteten verschiedene Personen aus Tschechien, Polen, Kanada und Deutschland von den Orten der Naziverbrechen in unserer Region. Erinnert wurde an die KZ-Außenlager in Sienawka und in Bily Kostel, mehrere Todesmärsche durch Zittau und das erste KZ in Sachsen, das im Schloss Hainewalde errichtet wurde.

Ostritz Landessieger beim Deutschen Nachbarschaftspreis 2020

Der Landessieger Sachsen beim Deutschen Nachbarschaftspreis 2020 ist das Projekt „Gemeinsam für die MEWA“ aus Ostritz. Ehrenamtliche aller Generationen schlossen sich zur „MEWA Bad Initiative“ zusammen. Sie haben das Freibad vor der Schließung gerettet und zu einer Anlaufstelle für die Nachbarschaft umgestaltet. In den ersten Jahren stand vorrangig die Aufrechterhaltung des Badebetriebs im Vordergrund. Seit 2017 organisiert die Initiative unterschiedliche Veranstaltungen, wie beispielsweise eine Babykleidungsbörse, ein Sommerkino, Polittalks oder Cocktailabende.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Sachsen braucht Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren und für das Gemeinwohl einsetzen. Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahr ein Projekt aus Ostritz zum sächsischen Landessieger gewählt wurde. Die Initiative stärkt den Zusammenhalt in der Gemeinde und hat eine besondere generationenübergreifende Begegnungsstätte geschaffen.

Foto: facebook.com

Das Einkaufen von Hafer für ein totes Pferd…

Eine andere Metapher fällt uns leider gerade nicht ein, betrachten wir die Gesprächsthemen der kommenden Stadtratssitzung am Donnerstag. Das Zittau finanziell blank ist, dürfte mittlerweile nun wirklich jedem bekannt sein, aber es sind die Ziele, die zählen!

Zittau kann (zwar nicht wirklich) mehr, will es aber doch so sehr!

Ok, die gescheiterte Kulturhauptstadt-Bewerbung war – und das muss man den Verantwortlich vollumfänglich zugestehen – eine wirklich tolle und sowohl wirtschaftlich (wenn es denn geklappt hätte), als auch marketing-technisch brillante Überlegung! Dass das Ganze finanzpolitisch über jedes Ziel hinaus schoss, ist eine ganz andere Baustelle.

Trotzdem fliegt oder flog unsere Stadtverwaltung schon wieder in ganz anderen überirdischen Sphären – und da sind wir wieder bei unserer Stadtratssitzung am Donnerstag: Das Zittau sich für den „Tag der Sachsen 2022“ beworben hat, welcher immerhin mit rund 1,5 bis 2 Millionen Euro Kosten zu Buche geschlagen hätte – gut der Freistaat hätte rund 900.000 Euro dazugegeben -, oder auch die Bewerbung zu einem weitaus günstigerem Event – dem Erntedankfest für lächerliche 200.000 Euro (auch das wäre ggf. vom Freistaat gefördert wurden), lässt die Überlegung aufkeimen, ob die Verantwortlichen den Blick für die Realität verloren haben.

Während die Zittauerinnen und Zittauer mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise kämpfen, während die Feuerwehr an ihrer substantiellen Basis kratz, während Eltern sich fragen, ob der Schwimmunterricht ihrer Kinder in Zukunft noch gesichert sein wir, absolviert die Stadtverwaltung lieber marketingtechnische Planungsspielchen, um Geld auszugeben, was eigentlich gar nicht da ist.

Übrigens, der Verwaltungs- und Finanzauschuß hat beide Vorhaben bereits im Vorfeld abgelehnt. Und auch Oberbürgermeister Thomas Zenker glaubt nicht mehr so wirklich daran – er hat bereits dem Sächsischen Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler abgesagt….

 

Foto: Archiv zittau-live

Es wird mal wieder demonstriert… diesmal fürs Klima

In Zeiten wie diesen entwickelt sich das Demonstrieren zunehmend zur Lieblingsbeschäftigung. Nein, dieses Mal geht es nicht um Corona, am kommenden Freitag geht es mal wieder um das Klima. Ist es coronabedingt auch in den letzten Wochen ziemlich still um die „Fridays for Future“ Aktivisten in Zittau geworden, so trifft man sich jetzt am 25. September gegen 16:00 Uhr am Haberkornplatz. Unter dem Motto „Kein Grad weiter“ geht es in dem geplanten Marsch über den Stadtring um den Klimaschutz und die Senkung der CO2-Emission.

Fotos: Archiv zittau-live April 2019