Ein halbes Jahr Soko Argus – Ein kurzer Einblick

Mitte November 2019 hat die Soko Argus ihre Arbeit in der Polizeidirektion Görlitz aufgenommen. Zentrale Aufgabe der Sonderkommission ist die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, sowohl präventiv als auch repressiv. Nach den ersten sechs Monaten ziehen die Ermittler eine positive Bilanz.

Bis Ende Mai 2020 bearbeitete die Soko 308 Ermittlungsverfahren mit 95 Tatverdächtigen. Einige davon traten mehrfach auf und galten daher mit hoher Wahrscheinlichkeit als Serientäter. Nicht enthalten sind dabei Straftaten, welche die Beamten im Zusammenhang mit Unterstützungsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie registrierten.

Die Kriminalisten der Soko befassten sich vor allem mit Fällen des besonders schweren Diebstahls. Der Anteil an Eigentumsdelikten betrug im Schnitt rund 51,6 Prozent. Der höchste Schaden war damit auch in diesem Deliktsfeld zu verzeichnen. Der verursachte Gesamtschaden belief sich auf circa 1,4 Millionen Euro. Der Anteil im Bereich der Eigentumsdelikte lag bei etwa einer Millionen Euro.

Seit Dezember letzten Jahres leitete die Soko insgesamt 46 Einsätze mit Kräften der Bereitschaftspolizei zur Bekämpfung der Kriminalität im grenznahen Raum. Drei dieser Grenzeinsätze fanden im Großaufgebot unter Beteiligung der Bundespolizei sowie des Zolls statt. Bis Mitte Juni 2020 kamen mehr als 1.300 Bedienstete der Polizeidirektion Görlitz (davon rund 500 Mal Kolleginnen und Kollegen der Soko Argus) sowie annähernd 1.800 Bereitschaftspolizisten entlang der gesamten tschechischen und polnischen Grenze zum Einsatz. Ergebnisse: 167 Straftaten, 1.059 Ordnungswidrigkeiten, 48 Fahndungstreffer und über hundert Sicherstellungen. Auch zukünftig führt die Polizeidirektion Görlitz gemeinsam mit Unterstützungskräften intensive Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen im Grenzgebiet durch und hält damit den hohen Kontrolldruck aufrecht.

Von den genannten 308 Verfahren klärten die Kriminalisten der Soko durch intensive Ermittlungen und operative Maßnahmen bisher 156 Fälle auf. Das ergab eine Aufklärungsquote von 50,6 Prozent. Im Bereich der Eigentumskriminalität klärten die Ermittler von 159 Vorgängen insgesamt 74 auf, was einer Quote von 46,5 Prozent entsprach. Dabei nutzte die Soko Argus offensiv zweisprachige Auslobungen, wie zuletzt in Höhe von 12.500 Euro, um Hinweise zu laufenden Ermittlungsverfahren zu erhalten.

Die Ergebnisse der Soko Argus zeigen, dass die Erfolge vor allem aus der besonderen Organisationsstruktur und dem direkten Kontakt der verschiedenen Arbeitsbereiche resultierten. So arbeiteten Auswerter, Ermittler und Fahnder flexibel zusammen und werden durch Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sowie Prävention ergänzt. Auch spiegelte sich in den erfolgreichen Ermittlungen die gute Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten der Polizeidirektion Görlitz wider.

Gerade durch die positiven Erfahrungen des ersten halben Jahres Soko Argus sieht sich die Polizeidirektion Görlitz auch in Zukunft gut gerüstet, in der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität spürbare Erfolge zu erzielen.

Quelle & (c) Foto: Sächsisches Staatsministerium des Inneren

Berlingo in Mittelherwigsdorf gesprengt

Ein Knall hat einen Anwohner am frühen Dienstagmorgen in Oberseifersdorf aus dem Schlaf gerissen. Der Geschädigte dachte sich zunächst nichts dabei, schaute gegen 04:30 Uhr dann aber nach dem rechten. Er stellte eine erhebliche Beschädigung an seinem Citroen fest und verständigte die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen gelangten unbekannte Täter gewaltsam in den Berlingo und brachten im Inneren offenbar ein noch nicht näher identifiziertes pyrotechnisches Erzeugnis zur Explosion. Hierbei verursachten sie am Fahrzeug einen Sachschaden von etwa 12.500 Euro. Ein Kriminaltechniker sicherte Spuren. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Motorrad aus der Weinauallee in Zittau geklaut

Unbekannte Täter haben in der ersten Tageshälfte des Dienstags von einem Grundstück an der Weinauallee in Zittau eine KTM gestohlen. Das Motorrad hatte einen Zeitwert von circa 4.600 Euro. Die Kriminalpolizei fahndet nach dem Zweirad und übernahm die weiteren Ermittlungen. Sollte jemand diese Maschine sehen oder zum Kauf angeboten bekommen, informiert bitte die Behörden!

Quelle / (c) Foto: PD Görlitz

Der zittau-live Ausflugstipp – heute: Das Prebischtor

Es ist mal wieder Mittwoch und damit Zeit für einen zittau-live-Ausflugstipp! Nachdem wir euch am letzten Mittwoch zu einem Besuch in Prag animieren wollten, geht es dieses mal nicht ganz so weit – wir bleiben in Sachsen. Das Zittauer Gebirge und vor allem natürlich die Felsenstadt Jonsdorf gehört zweifelsohne zu einem der schönsten Wandergebiete nicht nur in Sachsen, wir würden sogar behaupten, in ganz Europa.

Einen eben solchen Reiz hat aber auch das rund 40 Autominuten von Zittau entfernte Elbsandsteingebirge. Wir haben uns aufgemacht in Richtung Hrensko, und sind von dort zum Prebischtor aufgestiegen – einer von der Natur geschaffenen, natürlichen Sandsteinbrücke. Nur die wenigsten wissen, dass hier im Böhmischen auch einige Szenen aus „Herr der Ringe“ gedreht worden – nachzulesen u.a. hier! Aber macht euch am besten selbst ein Bild!