Neues Hochwasserschutzlager in Hagenwerder – bessere Versorgung auch für Zittau

In Hagenwerder gibt es ein neues Hochwasserschutzlager mit knapp eine Million Sandsäcke, Schutzvlies und sogenannte BigBags. Das teilte die dafür zuständige Landestalsperrenverwaltung heute Nachmittag mit.

Die Arbeiten mit einem Investitionsvolumen von einer reichlichen Million Euro begannen bereits 2018. Wie sich beim Hochwasser 2010 zeigte, waren unter anderen auch die Transportwege für die angeforderten Materialien in die betroffenen Kommunen teilweise sehr lang.

Die Standort Hagenwerder liegt zentral und kann somit optimal sowohl für Krisenfälle in Görlitz als auch in Zittau genutzt werden. Im Katastrophenfall sind die Lager rund um die Uhr besetzt. Die Landesreserve kann dann ab Alarmstufe 3 von den Krisenstäben in den Landkreisen abgefordert werden, wenn die Eigenmittel aufgebraucht sind.

Zug überfährt Warnbake im Gleis bei Eckartsberg

Gestern früh überfuhr bei Zittau-Eckartsberg ein Personenzug eine im Gleis liegende Warnbake samt Leuchte. Unbekannte hatten die Bake offensichtlich von einer Bahnbrücke aus in das befahrene Gleis geworfen. Verletzt wurde zum Glück niemand und auch der Zug blieb unbeschädigt. Bundespolizisten suchten um 07:15 Uhr den Tatort auf und holten die Bake samt Leuchte aus dem Gleisbereich. Sie wurden als Beweismittel sichergestellt. Es wird wegen Bereiten eines Hindernisses ermittelt.

Quelle & (c) Foto: Bundespolizei

Heute 75. Jahrestag der Vertreibung deutscher Bewohner aus dem heutigen Polen

Teiler VertreibungAm heutigen Tag vor genau 75 Jahren, also am 22. Juni 1945 begann die Vertreibung unzähliger Deutsche aus dem Zittauer Zipfel, also den Dörfern östlich der Neiße, welche bis 1945 noch sächsisch und somit deutsch waren. Schon vor der Entscheidung über Polens Nachkriegsgrenzen im Potsdamer Abkommen wurde das deutsche Gebiet östlich der Neiße der polnischen Administration unterstellt – die hinzugewonnenen Westgebiete sollten unumkehrbar gesichert werden. Damit einher ging die Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Offiziell gab es im Vorfeld keine Informationen über die geplante Ausweisung. Der Befehl wurde erst am Morgen des 22. Juni 1945 bekannt gemacht. Darin wird die Bevölkerung aufgefordert, ihre Häuser unverzüglich zu verlassen. Von Sammelplätzen aus wurden die Menschen in Marschkolonnen bis zur Neiße gebracht. Personen, die zur Aufrechterhaltung der Produktion in Fabriken und in der Landwirtschaft benötigt wurden, durften vorerst bleiben. Auch sorbische Muttersprachler entgingen der Ausweisung, da diese zu den slawischen »Autochthonen« gerechnet wurden, sowie einige katholische Pfarrer.

Wer sich für dieses Thema interessiert, dem legen wir einen Besuch der Sonderausstellung „entKOMMEN. Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft“ nah, die die Städtischen Museen Zittau noch bis zum 18. Oktober im Franziskanerkloster zeigt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Vertreibung, Flucht und Ankunft im Dreiländereck vom 17. Jahrhundert bis heute. Ergreifend seien die Einzelschicksale von Flüchtlingen, die gezeigt werden, so Peter Knüvener. „Wir haben Schicksale herausgenommen und die mit eindrucksvollen Gegenständen und Exponaten beschrieben. Und vieles wiederholt sich – egal ob 17. oder 20. Jahrhundert oder heute.“ Weitere Infos – auch über Führungen durch die Ausstellung – findest du hier!

Vertreibung Beitrag
Vertriebene stehen kurz vor ihrer Ausweisung auf einem Sammelplatz in Kleinschönau, dem heutigen Sieniawka.

 

Vertreibung - Befehl
Zuwiderhandlung wurde mit dem Tode bestraft

 

Vertreibung Übersetzung
Obiger Befehl in lesbarer Form

 

Quelle / Fotos: Dr. Peter Knüvener / Städtische Museen Zittau