Corona-App stößt auf gespaltene Meinungen

Seit einigen Stunden gibt es sie nun, die immer noch etwas umstrittene Corona-Warn-App der Bundesregierung. Was sie kann, was sie macht und wie das Ganze funktioniert, das haben wir euch in einem Beitrag am 15. Juni erklärt, den ihr gern hier noch einmal nachlesen könnt.

Doch wie wird die App nun angenommen? An der Stelle scheiden sich die Geister. Das Sächsische Sozialministerium feiert das kleine Programm als vollen (technologischen) Erfolg. In einer Stellungnahme dazu hieß es am heutigen frühen Abend:

Die Corona-Warn-App des Bundes stößt bei den Menschen in Deutschland auf eine hohe Resonanz. In den ersten 24 Stunden hatten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 6,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App in Betrieb genommen. …..Weitere werden folgen. Einige von ihnen haben sich spontan entschlossen auch Sie zu motivieren, mitzumachen. Danke an alle, die uns helfen, das Virus zu bekämpfen.

Dagegen ist der Tenor auf der Straße dann doch ein ganz klein wenig anders. Wir waren heute spontan unterwegs und haben ein buntes Spektrum von exakt 20 Personen (männlich/weiblich – im geschätzten Alter von 16 bis 60 Jahren) angesprochen, ob sie diese App bereits installiert haben oder sich mit dem Gedanken tragen, diese in den nächsten Tagen zu installieren.

Sicherlich, es ist eine Freiwilligkeit, niemand wird dazu gezwungen. Selbst wir halten die App für sicher und nach mehreren Telefonaten in den letzten Tagen sind wir der Meinung, dass die App nicht für die Erstellung von Bewegungs- oder Verhaltensprofilen missbraucht werden kann. Theoretisch gesehen halten auch wir sie für eine gute Sache, gerade in Zeiten, wo mancherorts die Infektionszahlen wieder steigen. Aber wie gesagt, diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.

Übrigens, von den 20 blind ausgewählten Passanten hatte einer die App installiert….

Symbolbild

Einbruch-Serie in Ostritz geht unvermindert weiter

Erst in den heutigen Morgenstunden berichteten wir über eine Einbruch-Serie in Ostritz, nachzulesen unter diesem Link. Entspannung ist nicht in Sicht, es geht weiter: Einbrecher haben sich zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen gewaltsam Zugang zu einer Kindertagesstätte in Ostritz verschafft. Sie durchsuchten alle Räume, öffneten sämtliche Schränke und Schubladen. Ihre Beute bestand aus zwei Fotoapparaten, Nahrungsmitteln und Windeln. Das Diebesgut hatte einen Wert von circa 250 Euro. Die Täter stellten zusätzlich noch PC-Technik aus einem Büro zum Abtransport bereit, nahmen diese jedoch nicht mit. Sie hinterließen einen Sachschaden in Höhe von rund 3.000 Euro. Polizisten sicherten Spuren. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei.

 

Sprayer in Olbersdorf auf frischer Tat ertappt

Ein Passant hat am Mittwochmittag einen Jugendlichen dabei beobachtet, wie er eine Informationstafel am Olbersdorfer See beschmierte. Er nutzte dafür einen schwarzen Permanentmarker, welcher sich nicht ohne weiteres entfernen ließ. Der Sachschaden betrug etwa 100 Euro.

Der Zeuge sprach den Vandalen an, woraufhin dieser die Beine in die Hand nahm. Er kam allerdings nicht allzu weit, denn ein Mitarbeiter eines Restaurants stoppte ihn.

Hinzugerufene Polizisten stellten fest, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 15-Jährigen handelte. Bei ihm fanden sie einen entsprechenden Marker und stellten ihn sicher. Der Jugendliche wird sich nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung zu verantworten haben.

 

(c) Foto: M. Huber

Wie steht es bei euch? Würdet ihr Organe spenden?

Fast täglich sterben unter anderem auf Deutschlands Straßen etliche Verkehrsteilnehmer, deren Organe – ganz hart ausgedrückt – noch „verwertbar“ wären. Auf der anderen Seite werden die Wartelisten derjenigen, die dringend ein Spenderorgan benötigen, immer länger – ganz gleich ob Nieren, Leber, Lunge oder sogar Herzen.

Ist es dann passiert, stehen Hinterbliebene und Ärzte vor einer schweren Entscheidung. Auch für die Angehörigen ist es meist eine gigantische Bürde zu entscheiden, was mit dem jüngst Verstorbenen nun geschehen soll. Hätte er es gewollt oder hätte er es verweigert? Doch meist ist eine extrem schnelle Entscheidung notwendig – die Organe können nur eine bestimmte Zeit lang verpflanzt werden.

Sorgt vor und nehmt – falle es denn passieren sollte – euren Angehörigen diese schwere Entscheidung ab – ganz einfach mit einem Organspendeausweis, den ihr immer in eurem Portemonnaie mit euch führt. Den bekommt ihr kostenlos bei eurem Hausarzt oder bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Und weil wir gerade beim Thema sind: Wie steht ihr zum Thema Organspende? Würdet ihr im Ernstfall mit euren Organen Leben retten oder zumindest die Lebensqualität Anderer verbessern? Schreibt uns kurz euren Standpunkt anonym unten in die Kommentare!

(c) Symbolbild: Thorben Wengert

Eine Wahl, die nicht wirklich eine war…

Am gestrigen Mittwoch wurde in den Messehallen Löbau erwartungsgemäß der aus Konstanz stammende Dr. Morgenroth zum neuen Intendanten des Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theaters gewählt. Ganz so überraschend kam das Wahlergebnis dann doch nicht zustande, hatten sich die Verantwortlichen doch bereits im Vorfeld auf Dr. Morgenroth festgelegt (siehe unser Beitrag vom 15. Juni). Wie auch immer, wir hoffen, dass das Gerhart-Hauptmann-Theater mit Dr. Morgenroth eine gute Wahl getroffen hat und Herrn Dr. Morgenroth wünschen wir viel Erfolg bei den kommenden und sicher nicht ganz einfachen Aufgaben!

Aus Versehen illegal eingereist

Die Bundespolizei nahm in der Nacht zum 17. Juni 2020 im Bereich Lückendorf elf unerlaubt eingereiste Drittstaatsangehörige in Gewahrsam. Während des Einsatzes wurde um 01:15 Uhr durch eine Streife der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Bautzen bei Eichgraben ein bulgarischer Seat Toledo kontrolliert. Der 40-jährige bulgarische Fahrer war mit einem 30-jährigen Belgier, dessen 21- jähriger tschechischer Freundin und einem 30-jährigen Ghanaen unterwegs. Die vier Personen waren in Lückendorf aus Tschechien kommend eingereist und in Richtung Zittau unterwegs, um dort  wieder auszureisen und ihren Fahrtweg abzukürzen. Für diese Einreise konnten alle, bis auf den Mitfahrer aus Ghana, gültige Reisedokumente vorlegen. Er hatte keinen Reisepass dabei und hatte während der Fahrt geschlafen. Die Abkürzung über deutsches Staatsgebiet war ihm nicht bekannt. Dennoch musste ein Ermittlungsverfahren wegen der unerlaubten Einreise eingeleitet werden. Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach übernahm die Ermittlungen und hat den Mann inzwischen wieder zurückgeschoben.

Michael Kretschmer zum Verbot von Großveranstaltungen – Sonderregelung für Sachsen?

Wir sind in Sachsen im Gespräch mit Veranstaltern von Volks- und Weinfesten sowie Jahrmärkten, um diese Veranstaltungen ab Mitte Juli zu ermöglichen. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen in Sachsen mit Hygienekonzepten & Nachverfolgbarkeit ab September wieder beginnen können. Bund und Länder sind sich einig: Kontaktbeschränkung, Mindestabstand & Mund-Nasen-Bedeckung bleiben zentrale Instrumente gegen das Coronavirus.“ teile Ministerpräsident Michael Kretschmer heute Vormittag in den sozialen Medien mit.

Symbolbild: Archiv zittau-live

Einwohner-Sprechstunde in Zittau!

Am 22. Juni – also am kommenden Montag – treffen sich  um 17:00 Uhr die Mitglieder der Linksfraktion im Stadtrat im Büro auf der Äußeren Weberstraße 2. Dazu sind alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt herzlich eingeladen.

Inhaltlich werden die aktuell im Stadtrat anstehenden Themen vorberaten. „Wir freuen uns  über interessante Gespräche und weitere Anregungen von kommunalpolitisch interessierten Einwohnern von Zittau einschließlich der Ortsteile“, so der Fraktionsvorsitzende Jens Hentschel-Thöricht.  Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Und es geht weiter: Sämtliche Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten

Hofften doch viele Veranstalter noch bis gestern durch ein Verschieben des jeweiligen Events auf einen Termin nach dem ursprünglich vorgesehenen 31. August den Corona-Regeln zu entgehen, folgt nun die Enttäuschung: Sämtliche Großveranstaltungen bleiben vorerst bis mindestens Ende Oktober verboten. Dies wird gerade durch die Bundesregierung beschlossen. Auch ob das dann das Ende der Fahnenstange sein wird, bleibt fraglich. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Ostritzer Bürger verärgert über aktuelle Einbruchsserie

Die Wählervereinigung Siedlung Ostritz begrüßt die Öffnung der polnischen Grenze, sie ist unabdingbar für ein gutnachbarliches Verhältnis. Lange hat die Region darauf gewartet, zumal vielfältige zwischenmenschliche und wirtschaftliche Kontakte ins Nachbarland bestehen.

Allerdings hat sich durch diese Grenzöffnung eine neue sicherheitspolitische Lage ergeben, auf die zwingend zu reagieren ist, so Stadtrat Thomas Göttsberger von der Wählervereinigung.

Nach einem – kurz nach der Grenzöffnung – missglückten Einbruchsversuch an einem Gewerbeobjekt im Ostritzer Gewerbegebiet kam es am 17.06.2020 zu einem weiteren Einbruchsversuch, diesmal auf der Görlitzer Straße in Ostritz. Auch ein aktueller Einbruch in das Deutsch-Polnische Kinderhaus in Ostritz wurde bekannt.

Die Wählervereinigung Siedlung Ostritz hat sich deshalb gestern an den Polizeipräsidenten der Görlitzer Polizeidirektion gewandt und darauf hingewiesen, dass die sich anbahnende negative Entwicklung so nicht hingenommen werden kann. Stadtrat Göttsberger forderte den Polizeipräsidenten daher nachdrücklich auf, geeignete polizeiliche Gegenmaßnahmen, die auch zu einem nachhaltigen Erfolg führen, einzuleiten.

Die Kontrollen vom Wochenende, bei der Beamte auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren, zeugen von einem gewissen Aktionismus, ob sie jedoch den gewünschten Erfolg hatten, ist nicht ersichtlich. In der entsprechenden Polizeimeldung werden keinerlei Fahndungserfolge erwähnt. Die Vorkommnisse in Ostritz zeigen jedenfalls, dass die polizeilichen Maßnahmen der aktuellen Lage angepasst werden müssen“, so Stadtrat Thomas Göttsberger.

Einbruch

Symbolbild

Erhöhung der Rundfunkgebühren beschlossene Sache

Alles Klagen brachte nichts – die Sächsische Staatsregierung hat der umstrittenen Erhöhung der Rundfunkgebühren zugestimmt. Noch hat Ministerpräsident Michael Kretschmer den dazugehörigen Staatsvertrag nicht unterschrieben, das er dies aber tun wird, steht so gut wie fest.

Damit steigen die GEZ-Gebühren nach einem Jahrzehnt um 86 Cent von 17.50 € auf 18.36 €. Im Vorfeld hatten verschiedene Bürgerinitiativen wie zum Beispiel „Genug GEZahlt“ protestiert und Unterschriften gegen die Beitragserhöhung gesammelt. Auch aufgrund alternativer Angebote wie Amazon Prime Video oder Netflix ist die Akzeptanz des staatlichen Bezahlfernsehens in der Bevölkerung erheblich gesunken, auch wenn man der Fairness halber eingestehen muss, das private Anbieter derzeit nur wenige Angebote mit wirklichem journalistischen Tiefgang bieten können.

Die Erhöhung soll zum 01. Januar 2021 in Kraft treten. Voraussetzung hierfür ist jedoch, das alle Bundesländer einstimmig der Erhöhung zustimmen. Aber auch das steht so gut wie fest.