Nur auf der Schiene ist Strukturwandel nachhaltig

Die vier vom Kohleausstieg betroffenen Bundesländer haben sich am Wochenende im Rahmen des Strukturwandel auf prioritäre Infrastrukturprojekte geeinigt. Für die Lausitz sind verschiedene Schienen- und Straßenausbauprojekte geplant. Antonia Mertsching und Mirko Schultze, Mitglieder des Sächsischen Landtags fordern dagegen eine klare Priorität für die Schiene, um die Region, Metropolen und Europa stärker zu vernetzen.

„Der Strukturwandel wird durch den klimaneutralen Umbau unserer Energiewirtschaft begründet. Daran muss sich also auch der Ausbau der Infrastruktur ausrichten. Klimaschonend ist der Schienenverkehr weit vor dem Straßenbau, sowohl für Personen als auch für Güter. Der Autobahnstau der Zukunft wird umgangen, wenn mehr Güter auf der Schiene transportiert und das Logistik- und Lagernetz entsprechend ausgebaut werden. Zudem werden in Zukunft tendenziell weniger Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Den Ausbau der Mitteldeutschland-Lausitz-Trasse lehnen wir deshalb ab.

Die Lausitz als gesamte Region muss besser an die Metropolen Berlin, Dresden, Liberec, Leipzig und Wroclaw angebunden werden. Leuchtturmprojekte wie ein ICE, der nur einen Halt im vom Braunkohleausstieg kernbetroffenen Gebiet hat, helfen hier weniger. Der Spreewald, das Lausitzer Seenland, der UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen oder das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft brauchen innerhalb der Lausitz sowie als Naherholungsgebiete eine sehr gute ÖPNV-Anbindung, besonders des Schienenverkehrs.

Außerdem benötigen wir zur Planung der Mobilität die Einbindung der Bevölkerung. Dabei sollten zukunftsgerichtete Fragen gestellt werden: Was macht es der Bevölkerung attraktiv auf die Schiene umzusteigen? Welche Strecken sind für sie relevant? Wie schaffen wir eine nachhaltige und klimaneutrale Mobilität? Schlussendlich muss der ÖPNV zukunftig Angebote für und mit den Nutzern schaffen. Wer sich nur auf die aktuelle Nachfrage stützt, handelt weder in Anbetracht der demographischen Entwicklung noch im Sinne des Klimaschutzes.“

Strukturwandel

Moped-Fahrer in Olbersdorf übersehen

Ein 30-jähriger Moped-Fahrer hat am Montagnachmittag bei einem Unfall auf der Olbersdorfer August-Bebel-Straße Verletzungen erlitten. Der Zweiradfahrer wollte mit seiner Schwalbe nach links in ein Grundstück einbiegen. Das übersah eine hinter ihm fahrende 23-jährige Golf-Lenkerin. Sie beabsichtigte das Moped zu überholen, wobei es zum Zusammenstoß kam. Rettungskräfte brachten den Verletzten zur Behandlung in ein Krankenhaus. Es entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro.

170 Millionen Euro Soforthilfen schnell und unbürokratisch vergeben

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat seit Montag vergangener Woche rund 170 Millionen Euro an Soforthilfen bewilligt. Die Beantragung über die Website der SAB ist recht einfach und unkompliziert. Nachdem am ersten Tag aufgrund der hohen Nachfrage die Server zusammenbrachen und die SAB weitere Server schaltete, ist die Erreichbarkeit der Website jetzt relativ gut möglich. Eine Bewilligung erfolgt meistens innerhalb von 24 Stunden, eine Auszahlung spätestens nach drei Werktagen.

Großbrand in Hirschfelde

Gestern geriet in Hirschfelde aus bisher ungeklärten Gründen ein Wohnhaus in Brand. Laut einer Polizeiinformation ging das Feuer von einem Schuppen aus, griffen zuerst auf einen Holzhaufen und später über ein angrenzendes Gehöft auf das Wohnhaus über. Die Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen, so das es glücklicherweise zu einen Verletzten kam. Die Brandursache sowie die genaue Schadenshöhe wird derzeit von Experten ermittelt, letztere könnte ersten Schätzungen zufolge fast eine viertel Million Euro betragen.

Zur Brandbekämpfung war auch ein Großaufgebot der Zittauer Feuerwehr mit 75 Kameradinnen und Kameraden vor Ort. Ein Kriseninterventionsteam kam ebenfalls vor Ort und betreute die Geschädigten sowie weitere Anwohner.

Großbrand in Hirschfelde