Müssen wir uns Sorgen machen? OBM denkt: „Panikmache“

Das ist eine heikle Frage! Um was es geht? Um etwas, was bei uns in der Lausitz zwar im Moment unvorstellbar aber dennoch nicht ausgeschlossen ist – die Infektion der Bürgerinnen und Bürger mit dem Corona-Virus. Viel wurde darüber schon von den nationalen TV-Anstalten publiziert und immer denkt man, es trifft eh nur Großstädte.

Das das Virus mittlerweile auch in Deutschland angekommen ist, dürfte allgemein bekannt sein. Von daher ist es nicht einmal so abwegig, dass der Zittauer AfD-Fraktionschef Jörg Domsgen gestern Abend in der aktuellen Zittauer Stadtratssitzung folgende Anfragen stellte:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

gemeinhin sind die zunehmend negativeren Nachrichten aus der globalen Entwicklung zum Corona-Virus bekannt. Die Fragestellerin bittet in diesem Kontext um Beantwortung folgender Fragen:

1. Liegen der Stadtverwaltung eigene Erkenntnisse oder nähere Informationen seitens übergeordneter Behörden und/oder politischer Ebenen vor, die auf zu erwartende negative Auswirkungen auf Zittau, die Bürger, deren Versorgung oder gar Gesundheit hinweisen?

2. Falls ja, welcher Art sind diese erwarteten Auswirkungen?

3. Gibt es Maßnahmepläne der Stadtverwaltung mit dem Ziel solche negativen Auswirkungen zu verhindern oder zumindest abzumildern? Und wenn ja, wie sehen diese genau aus?

Man kann dem gegenüberstehen, wie man möchte. Vorbereitung ist sicher besser, als hinterher die Konsequenzen tragen zu müssen. Aus mehreren Rückmeldungen verschiedener Fraktionen in Zittauer Stadtrat ergab sich jedoch ein ganz anderes Bild. Der einheitliche Tenor der jeweiligen Fraktionen: Oberbürgermeister Thomas Zenker zieht das Ganze eher ins Lächerliche (Zitat!!) und warf der AfD-Fraktion „Panik-Mache“ vor. Ob dem so ist, wird sicher die Zukunft zeigen.

Sicher, Deutschland hatte in den letzten Jahren so viele Pandemien, Hühnergippe, SARS, Schweinpest, Rinderwahnsinn, und, und und. Trotzdem sollte man potentielle Gefahren nicht unterschätzen.

Schienenersatzverkehr beim Trilex

Wer den Eingang in die Wartehalle des Bahnhof Zittaus kennt, weiß, dass der Schaukasten gerade zu mit Veränderungen übersät ist. Denn es ist nicht nur bekannt geworden, dass die ODEG ihren Schienenersatzverkehr verlängert (zittau-live berichtete gestern), sondern nun auch der Trilex auf seinen Strecken mit einigen Einschränkungen zu rechnen hat.

Wir haben für euch hier das Wichtigste dazu zusammengeführt:

Zeitraum 28. Februar bis 01. März 2020
Hier wird es in den Nachtstunden einen Schienenersatzverkehr zwischen Arnsdorf und Bischofswerda geben bzw. fahren auch Züge mit veränderten Fahrzeiten zwischen Dresden und Zittau (Liberec) sowie Görlitz.

Grund hierfür sind Bauarbeiten der DB Netz AG, welche von Freitag, 28. Februar, ca. 22:25 Uhr, bis Sonntag, 01. März, ca. 4:25 Uhr andauern werden.

Zwischen Rybniště/Seifhennersdorf  – Zittau – Hrádek nad Nisou – Liberec wird es auf der Linie L7 zwei Fahrplanänderungen geben.

Zeitraum 02. März bis 05. März 2020
In diesem Zeitraum wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Hrádek nad Nisou – Chrastava – Liberec jeweils von 10:15 bis 18:10 Uhr mit Bussen eingeführt.

Grund hierfür sind Vegetationsarbeiten.

Zeitraum 09. März bis 12. März 2020
Auch in diesem Zeitraum wird es einen Schienenersatzverkehr zwischen Hrádek nad Nisou und Chrastava jeweils von 09:25 bis 17:25 Uhr mit Bussen geben.

Grund hierfür sind ebenfalls Vegetationsarbeiten.

(Änderungen vorbehalten.)

Neues aus dem Stadtrat – Feuerwehr und Schwimmhalle Hirschfelde vorerst vom Tisch

Die beiden hoch-brisanten Themen „Zittauer Feuerwehr“ und „Schwimmhalle Hirschfelde“ sind erst einmal vom Tisch. Die beiden Punkte, sprich die Einsparung bei unserer Feuerwehr in einem Volumen von 700.000 Euro sowie die Schließung der Schwimmhalle Hirschfelde, einer der letzten Event-Points in dem durch die Eingemeindung ohnehin gebeutelten Ortsteil, entwickelte sich in den letzten Wochen und Monaten zu hoch-emotionalen Streitthemen.

Nun ist seit der letzten Stadtratssitzung gestern Abend Licht am Ende des Tunnels: Beide Themen sind vorerst vom Tisch, sie werden ausgegliedert, bis zum 31. Mai müsse dazu noch ein Nachtragshaushalt erstellt werden. In diesem muss jedoch angegeben werden, wie besagte Kosten konsolidiert und kompensiert werden sollen.

Das Schöne an der gestrigen Entscheidung: Das Haushaltsstrukturkonzept wurde mehrheitlich damit nicht gekippt, so das es zu keiner Haushaltssperre kommt. Dadurch bleibt die Stadtverwaltung handlungsfähig. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.