Diebstähle von Radladern und Minibaggern in Zittau – Täter in Haft

Polizisten des Regionalen Ermittlungsabschnittes Seifhennersdorf des Kommissariats für Eigentum und Bandenkriminalität der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Görlitz haben eine polnische Tätergruppe dingfest gemacht. Auf das Konto der Bande gehen unter anderem mehrere Diebstähle von Radladern und Minibaggern.

Die Taten

Die drei polnischen Beschuldigten im Alter von 34, 37 und 46 Jahren entwendeten seit April 2019 im grenznahen Raum Zittau, Olbersdorf, Oybin, Leutersdorf und Jonsdorf Baumaschinen von Baustellen. Außerdem brachen sie in eine Firma in Neugersdorf ein und stahlen einen Anhänger eines Autohauses. Diesen benutzten sie nachweislich zum Transport zweier gestohlener Minibagger. Zur Tatausführung brachten sie in der Regel falschen Kennzeichen an ihre Fahrzeuge an.

Die Festnahme

Deutsche und polnische Polizisten nahmen den Haupttäter in den Abendstunden des 12. Juni 2019 bei einer Verfolgung kurz nach der Friedensstraße in Zittau auf polnischem Hoheitsgebiet fest – zittau-live war damals vor Ort. Bei der Verfolgung rammte der Täter einen Streifenwagen um sich der Festnahme zu entziehen. Dennoch klickten damals die Handschellen. Durch weitere intensive Ermittlungen und eine sehr gute Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei, konnten zwei weitere Beschuldigte identifiziert werden. Die beiden Mittäter befinden sich mittlerweile in Polen in Haft.

Fotos: Archiv zittau-live

Danke für das Lob!

In Zeiten mit extrem starken Gegenwind ist ein ganz kleines Lob manchmal schon Balsam für die Seele….. Mehr dazu über die Hintergründe, den Maulkorb, der uns aufgesetzt wurde, nur weil wir Dinge beim Namen nennen, uns nicht unterbuttern lassen, wie selbsternannte Diktatoren festlegen, was in Zittau noch publik gemacht werden darf, all das erfahrt ihr noch in dieser Woche, nur hier bei uns, bei zittau-live! Und nein, wir lassen uns nicht verbiegen!

Wie vertragen sich Tschechen und Deutsche heute und warum?

Die Frage zu beantworten wird morgen Abend um 18:30 Uhr im Altbestand der Christian-Weise-Bibliothek Zittau auf der Lisa-Tetzner-Straße 11 versucht. Harald Skala wird dazu seinen Vortrag „Tschechen und Deutsche – eine schwierige Nachbarschaft?!“ halten.

Skala, geboren am 3. Juli 1935 in Schatzlar (heute Žacléř/ CZ) im Riesengebirge stammt selbst aus einer Mischehe: Vater Tscheche, Mutter Sudetendeutsche. Er besuchte 1940 – 1945 in Iglau (heute Jihlava/ CZ) die deutsche Grundschule, nach 1947 dann tschechische Schulen. Ab 1956 in Liberec beschäftigt, flüchtete er nach dem Einmarsch der Armeen des Warschauer Paktes im August 1968 und kam nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Belgien nach Deutschland. Seit 2010 wohnhaft in Obercunnersdorf widmet er sich seinen Hobbys, Militärgeschichte der K. K. Monarchie und der Genealogie.

Doch zum eigentlichen Thema: Wir haben uns daran gewöhnt, schnell mal „rüber“ nach nach Varnsdorf oder Rumburk zu fahren, zum shoppen oder um gut und preiswert die böhmische Küche zu genießen. Mit dem Auto ist man schnell dort und merkt gar nicht, wo Deutschland aufhört und Tschechien beginnt. Grenzkontrollen, Pass und Visum, Zollerklärung? Schon unsere mittlere Generation kann mit diesen Begriffen nichts mehr anfangen. Es ist aber gar nicht so lange her, da war es ganz anders. Die Menschen in Rumburg, Warnsdorf und Schluckenau sprachen alle deutsch. Heute heißen die Orte Rumburk, Varnsdorf und Šluknov und deutsch sprechen dort nur sehr wenige Menschen. In den ersten Jahren nach 1945 war es dort sogar absolut verpönt, ja gefährlich, auf der Straße deutsch zu sprechen. Warum es so gekommen ist, könnt ihr in diesem Vortrag erfahren. Eine kleine Ausstellung zeigt Bücher aus dem Altbestand zum Thema.

Der Eintritt ist frei, am Schluss wird um eine Spende zugunsten der Erhaltung der wertvollen Altbestände der Christian-Weise-Bibliothek gebeten.

Direkt hinter der Kammbaude in Oybin / Hain geht Deutschland fließend in Tschechien über
Besonders für Wanderer ist diese „Grenzenlosigkeit“ ein Seegen
Lediglich ein kleines Schild weist auf die „Grenze“ hin
Blick in Richtung Krompach

 

(c) Fotos: M. Huber

„Es ist, was nicht war“ feiert in Zittau Premiere

Am Samstag, dem 29. Februar um 19:30 Uhr feiert „Es ist, was nicht war“ im Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau Premiere. Bevor das Klassenzimmerstück des luxemburger Autor, Dramaturg und Regisseur Olivier Garofalo in Schulen im Landkreis zu sehen ist, kommt es für einen Abend auf die Bühne im Zittauer Foyer. Das Stück setzt sich mit häuslicher Gewalt auseinander. Zweifellos ein Tabu-Thema, über das viel öfter und offener gesprochen werden muss, um zu sensibilisieren und Betroffenen Mut zu machen. Regisseurin Ramona Ries möchte gemeinsam mit den Schauspielern Maria Weber und Marc Schützenhofer junge Menschen an das Problem der häuslichen Gewalt heranführen.

Für Regisseurin Ramona Ries ist es nicht die erste Inszenierung für junge Menschen mit sensiblen Inhalten. Am Landestheater Schleswig-Holstein inszenierte sie bereits das Stück „Pro Anna“, in dem es um Magersucht geht.

Ein kurzer Blick ins Stück:

Isabelle kommt in eine neue Schule und soll sich dort an ihrem ersten Tag ihrer neuen Klasse vorstellen. Da sie nicht von sich erzählen möchte, spricht sie von ihrer besten Freundin Elisabeth, bei der sie oft zum Spielen zuhause war. Einen Besuch hat sie besonders in Erinnerung: Den Tag, an dem sie sieht, wie Elisabeths Vater, der oft zu viel trinkt, die Kontrolle über sich verliert. Isabelle erzählt, wie sie danach völlig neue Dinge über ihre beste Freundin erfährt, die sie so gut zu kennen meinte: Zum Beispiel, dass bei Elisabeth und ihrer Mutter immer eine fertig gepackte Tasche steht, falls der Tag kommt, an dem sie vor dem Vater fliehen müssen. Während Isabelle ihren neuen Klassenkameraden Elisabeths Geschichte erzählt, bekommt alles durch einen Besucher im Klassenzimmer plötzlich eine ganz neue Wendung.

Samstag, 29. Februar | Foyer Theater Zittau | Premiere | geeignet ab 12 Jahren

Proben-Fotos mit freundlicher Genehmigung Gerhart-Hauptmann-Theater / Nikolai Schmidt