Borkenkäfer: Schlimmste Waldschäden seit über 70 Jahren

Die Situation in den Wäldern im Landkreis ist dramatisch. Borkenkäfer haben riesige Schäden angerichtet. Die Folgen werden noch jahrzehntelang zu spüren sein. Das ist die Überschrift des Hauptbeitrages im Wochenkurier der 7. Woche 2020. „Erst kamen die Stürme, dann kam die Hitze. Sie schafften zusammen ideale Bedingungen für den Borkenkäfer. Und deswegen geht es den Wäldern im Landkreis ebenso wie den Wäldern in Sachsen und ganz Deutschland momentan nicht gut. Kreisforstamts-Leiterin Sylvia Knote sieht es als die schlimmste Waldschadensituation seit 1946/47, mit den Folgen werde man noch Jahrzehnte beschäftigt sein.“ …

Seit Jahrzehnten machen Wissenschaftler auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. Folgt man aber den Nachrichten seit 1990 wird in unserer Region alles besser – kaum noch Kohleheizung, gut gedämmte Wohnungen, saubere Kraftwerke – und trotzdem tote Wälder.

Auch das verstärkte Auftreten von Wetterextremen wurde prognostiziert – katastrophale Starkregen, langanhaltende Dürreperioden, starke Stürme in immer kürzeren Abständen. Leider werden diese Prognosen zunehmend Realität. Mit Nachdruck protestieren nach einer langen Zeit der Sprachlosigkeit wieder Menschen öffentlich gegen diese Entwicklung. Am aktivsten dabei sind junge Leute. Aber sie demonstrieren nicht nur. An verschiedensten Umweltaktionen sind überwiegend junge Leute beteiligt.

Da klingt die „Idee“ des Landrates Bernd Lange wie Hohn: „Die Teilnehmer bei Fridays for future könnten ja nicht nur demonstrieren, sondern sich am Waldumbau beteiligen. Das Gymnasium in Niesky pflanze beispielsweise schon Bäume im Wald. Er wünscht sich, dass sich noch mehr Schüler daran beteiligen, auch wenn das allein das Problem nicht lösen wird.“

Besser kann man seine Haltung nicht demonstrieren! Wie in vielen Bereichen: Ehrenamtliche sollen es richten! Was besseres fällt ihm nicht ein. Die sächsische Landesregierung hat zumindest eine Gießkanne. 53 Mio. €  können in den trockenen sächsischen Boden gegossen werden. Ohne langfristiges Konzept, als Schadensausgleich für die Waldbesitzer.

Wenn er andere zu ehrenamtlicher Arbeit auffordert sollte er Vorbild sein – Verzicht auf seinen Dienstwagen, wöchentlich einen Tag als Forsthelfer; bis die ersten Fachkräfte, die über eine  Bildungsmaßnahme, gefördert mit Mitteln aus der sächsischen Gießkanne, ausgebildet sind und danach feste Anstellungsverträge erhalten.

„Es bräuchte etwa fünf Millionen Bäume, um die bisher betroffenen Flächen wieder zu bepflanzen. Doch die vorhandenen Forstbaumschulen können so viele Pflanzen gar nicht liefern und es gibt auch zu wenige Unternehmen, um so viele Bäume zu pflanzen.“ kann man lesen.

Bäume pflanzen allein hilft aber nicht! Wer das denkt, irrt! Bis auf einer Kahlfläche widerstandsfähiger, artenreicher Wald gewachsen sein wird braucht es viel Kraft und Zeit. 30 Jahre Waldumbau im Zittauer Gebirge zeigen erste Erfolge. Der Weg zu einem widerstandsfähigen Bergmischwald ist jedoch noch weit.

Ohne Führerschein und unter Drogen quer durch Zittau

Ein 29-jähriger Pole wurde gestern durch die Polizei ohne Führerschein in Zittau erwischt. Er war um 15:50 Uhr mit seinem Renault Clio auf der Mietzschallee unterwegs, als er durch eine Streife der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz (GEGO) gestoppt wurde. Trotz Fahrverbot der polnischen Behörden lenkte er ein Kraftfahrzeug und stand laut Drogenschnelltest unter dem Einfluss von Amphetaminen. Außerdem hatte er ein Schniefröhrchen mit knapp 0,7 Gramm vermutlichem Crystal dabei. Seine Fahrt endete hier und er muss sich nun wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Führen eines Kraftfahrzeuges unter der Einwirkung berauschender Mittel sowie Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Das Polizeirevier Zittau hat die Ermittlungen übernommen. Außerdem wurde eine Blutentnahme angeordnet.

Dumm gelaufen…

Eine Streife der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz (GEGO) kontrollierte am 20. Februar 2020 gegen 18:45 Uhr in der Zittauer Friedensstraße einen Radfahrer, der ohne Licht unterwegs war. Der 27-jährige Deutsche war kein unbeschriebenes Blatt. In der Vergangenheit wurde bereits wegen Diebstahls und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Die Beamten fanden in seinem Rucksack zwei Cliptütchen – eines mit Restanhaftungen einer kristallinen Substanz – sowie ein Rauchröhrchen für den Drogenkonsum. Außerdem hatte er ein verbotenes Einhandmesser dabei. Dieses und die Drogenutensilien wurden sichergestellt. Die Landespolizei ermittelt nun wegen der Verstöße gegen das Waffengesetz sowie das Betäubungsmittelgesetz.