Mehrere zehntausend Euro Schaden bei Einbruch auf der Äußeren Weberstraße

Den Einbruch in eine Firma an der Äußere Weberstraße in Zittau haben Mitarbeiter am Mittwochmorgen der Polizei gemeldet. Die Einbrecher entwendeten mehrere Prüfgeräte, darunter ein mobiles Abgasgerät, eine Scheinwerferprüfausrüstung sowie Kontroll- und Lesegeräte. Außerdem stahlen die Täter einen Tresor, in welchem sich Bargeld, Schlagzahlen und -stempel befanden. Der Gesamtwert des Diebesgutes wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Auch ein Sachschaden von rund 1.000 Euro war zu verzeichnen. Spezialisten sicherten Spuren. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei.

Symbolbild

Reparatur der Ampel Schrammstraße verzögert sich

Die Reparatur des Steuerungskastens für die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Schrammstraße / Hochwaldstraße wird voraussichtlich doch erst in zwei Wochen erfolgen. Dies teilte die Stadtverwaltung heute nachmittag mit. Seit dem Ausfall der Ampel kam es zu einigen Unfällen an dieser Kreuzung. Hauptunfallursache sind Vorfahrtsfehler. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird deshalb der Verkehr vorübergehend kanalisiert, d.h. das Linksabbiegen von der Hochwaldstraße wird aus beiden Richtungen verboten. Zusätzlich wird eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der Schrammstraße im Kreuzungsbereich auf 30 km/h angeordnet.

Technische Modernisierung des Bahnhofs Zittau abgeschlossen

Mit dem heutigen Tag hat die Deutsche Bahn ihr Großprojekt, das auf rund 43 Millionen Euro beziffert ist, rund um die Erschließung des Zittauer Bahnhofs abgeschlossen und in einem kleinen Festakt gefeiert. Die Eisenbahnbrücke über die Tongasse ist erneuert, vier Gleise, 31 Weichen, Signal- und Sicherungstechnik sind erneuert, das Elektronische Stellwerk hat ein Gebäude in modularer Bauweise erhalten, der Bahnsteig 1 ist neu gebaut, der Mittelbahnsteig um 2/3 verlängert, die denkmalgeschützten Bahnsteigdächer wurden saniert. Für die stufenfreie Erreichbarkeit wurden zwei Aufzüge und Rampen errichtet. Dazu kommen moderne Beleuchtungs- und Wegeleitsysteme. Als besonders schwierig stellte sich Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik in den benachbarten Stellwerken bei der tschechischen und polnischen Bahn sowie die Kreuzung mit der Schmalspurbahn in Zittau heraus.

Die Stadt Zittau wird im nächsten Schritt mit den Verkehrsunternehmen und dem Verkehrsverband ZVON das Bahnhofsumfeld entwickeln, wobei sowohl verbesserte Parkmöglichkeiten als auch Fahrradabstellflächen und wenn möglich sogar Ausleihmöglichkeiten entstehen. Das neue städtische Wegeleitsystem wird bis in den Bahnhof hineingezogen und eine Neugestaltung der Bahnhofshalle ist geplant. „Wir wollen erreichen, dass der Bahnhof Zittau als Gebäude attraktiver in der Aufenthaltsqualität wird und so schnell wie möglich als echter regionaler Mobilitätsknotenpunkt für alle aktuellen Verkehrstechniken fungiert.“, sagt Oberbürgermeister Zenker. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass das Modernisierungsprogramm der DB Netz in Zittau angesetzt hat und in Zukunft auch der Nullknotenpunkt bei uns möglich ist.“ Mit einem Bahnhofsfest wird am Wochenende des 2./3. November gleichzeitig das Jubiläum‚160 Jahre Zittau-Reichenberger Eisenbahn‘ gefeiert, bei dem auch historische und moderne Fahrzeuge auf der Strecke bewundert werden können und mit Hilfe des Pro Herrnhuter Bahn e.V. und der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde das historische Stellwerk am Bahnhof Zittau besichtigt werden kann. Dort wird die Firma SIEMENS auch die Funktionsweise der neuen Technik vorführen.

Fotos: Archiv

Archäologischer Vortrag heute Abend in Zittau

Die Städtischen Museen Zittau besitzen einen ungewöhnlich  reichen Bestand an mehr als 60 mittelalterlichen Tonfiguren. Bei den mehr als 500 Jahre alten Figürchen handelt es sich um Heilige oder auch Spielzeugtiere – hergestellt aus demselben weißen Ton und mit gleichen Formen gefertigt. Dr. Jens Beutmann vom Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz erläutert heute Abend um 17:00 Uhr das Thema der Tonfiguren in seinem Vortrag.

Mittelalterliche kleine Tonfiguren sind normalerweise ausgesprochene Raritäten. Hergestellt wurden sie vor mehr als 500 Jahren von den heimischen Töpfern, großenteils in Formen gepresst. Eine solche Form, ein Köpfchen, ist im Bestand enthalten – eine große Besonderheit. Mehrere der Zittauer Plastiken – besonders die Marienfiguren– sind offensichtlich identisch und wurden mit derselben Form gemacht. Andere sind einander ähnlich, weichen aber in der Größe ab.

Die Mehrzahl der Plastiken stellen Heilige dar, darunter besonders oft Maria mit Kind. Solche Heiligenfiguren wurden als Andachtsbilder oder Glücksbringer daheim aufbewahrt. Daneben gibt es eine Reihe von Plastiken, die sicher als Spielzeug dienten. Dazu gehören die Pferdchen, deren Bruchstücke sich in großer Zahl im Zittauer Bestand befinden. Sie sind mit der Hand geknetet und wirken viel einfacher als die Heiligen. Auch die kleinen Wiegenkinder und Babypüppchen könnten entweder Spielzeug sein oder aber das Jesuskind darstellen.

Das Alter ist nicht bei allen Figuren ganz klar zu bestimmen. Viele zeigen eindeutige modische Details oder stilistische Merkmale, mit der eine genaue Einordnung gelingt. Demnach gehen die meisten Plastiken eindeutig ins 15. Jahrhundert zurück.

„Blut muss fließen!“ – weitere Bildungstour zum Film

Das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) hat bereits im Juni eine Bildungstour bei Schulen, Vereinen und anderen Institutionen der Region durchgeführt. Dabei hat der Regisseur Peter Ohlendorf seinen Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ – Undercover unter Nazis“ vorgestellt. Anschließend wurde mit den Teilnehmenden an den Veranstaltungen über den Film diskutiert.

In mehr als 50 verdeckten Filmdrehs hat bei diesem Dokumentarfilm ein Journalist aufgezeichnet, was sich bei Rechtsrock-Konzerten tatsächlich abspielt. Ein Lied begegnet ihm dabei immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das dieser Journalist unter extremem persönlichem Risiko mit versteckter Kamera zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.

Im November kommt Ohlendorf auf Einladung des IBZ St. Marienthal zu einer weiteren Bildungstour in die Oberlausitz. Dabei werden erneut die Themen „Rechtsradikalismus“ und „Radikalisierung“ angesprochen. Geplant sind im Rahmen der Filmvorführung anschließende Diskussionen mit den Teilnehmern sowie an den Schulen eine ausführliche Vor- und Nachbereitung im Unterricht durch die jeweiligen Fachlehrer.

Die Bildungstour wird finanziell gefördert durch das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ sowie die ZEIT-Stiftung. Weitere Infos zum Film unter https://www.filmfaktum.de/blut-muss-fliessen/

Für die Abendvorführungen gibt es noch freie Termine. Interessierte können sich melden beim Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal, Cäcilia Schreiber und Stefan Richter, Telefon 035823/77230

Hier schon mal der offizielle Trailer:

Quelle und (Bild-) Rechte Screenshot und Filmbeitrag: youtube.com und ZDF

„Børge“ rockt in Großschönau!

„Børge“ von der Olsenbande, mit „børgerlichem“ Namen eigentlich Jes Holtsø spielt heute Abend zusammen mit Morten Wittrock in der Webschule in Großschönau.

Mit seinem langem Haar, Mittelscheitel und der runden Brille stand Børge immer bereit, wenn die Olsenbande für ihre spitzfindigen Pläne eine helfende Hand benötigte. Nun ist Jes Holtsø zurück im Rampenlicht – sein gewinnendes Glitzern in den Augen und das Licht im Herzen sind mit den Jahren nicht weniger geworden. Zusammen mit dem Musiker Morton Wittrock begeistert er nun das Publikum. Beide trafen sich 2009 bei einer Talente-Show des dänischen Fernsehens und stehen seitdem gemeinsam auf der Bühne. Das musikalische Duo hat drei Alben veröffentlicht und zahlreiche Musikpreise in Dänemark und den USA abgeräumt.

„Scheiße gut“ sagt Benny zu Egon im dänischen Original der „Olsenbandefilme“, woraus der Bad Belziger Wolfgang Woizick für die DEFA-Synchronisation das bekannte „Mächtig gewaltig“ machte. „Skide godt“ ist sicherlich nun auch das Konzert, das Holtsø mit seinem Partner Wittrock in der Großschönauer Webschule spielen wird. Zwei Vollblutmusiker haben sich gefunden. Geboten werden ausschließlich eigene Stücke. Die Musik wechselt zwischen rockigen Rhythmen, intensivem Blues und melancholischen Melodien. Wittrock steuert neben den kongenialen Pianoklängen die Kompositionen bei. Gerade bei den schnelleren Stücken ist in dem schmächtigen, bärtigen Mann in Anzug und Schlips noch immer der gewitzte, kleine Børge aus den alten Filmen zu erahnen. Virtuos wechselt er zwischen Gesang, Mundharmonika und Tanz. Er singt von seinem früheren, von Erfolgen und Abstürzen gezeichneten Leben, und von seinem Leben heute. Bei ihm klingt es richtig, wenn er auf der Bühne erklärt: „Musik ist eine spezielle Sprache des Herzens!“.

Heute Abend, Webschule Großschönau, Waltersdorfer Straße 48, Karten an der Abendkasse zu 18,00 Euro

Quelle und (c) Foto: mandaujazz.de

Rechtsverwertbarkeit der neuen Zittauer Blitzer Freudenhöhe / Dresdner Straße

Jeder hat sie bestimmt in den letzten Tagen schon gesehen, Zittaus neue Blitzer an der Freudenhöhe und an der Dresdner Straße. Funktionieren sie einwandfrei, sollen sie ordentlich Taler ins Geldsäckel des Kreises spülen, selbstverständlich alles nur unter dem Aspekt der Verkehrserziehung. Doch gerade in letzter Zeit werden in anderen Städten und Gemeinden Busgeldbescheide von den betroffenen Verkehrssündern angefochten und immer öfters bekommen diese Recht. Hintergrund der Urteilsfindung war dabei meist die Tatsache, dass die Behörden die sogenannten „Rohmessdaten“ nicht speicherten oder nicht speichern konnten.

Nun wurde vor wenigen Tagen ein Zittauer Bürger an einer der neuen Blitzanlagen, sagen wir, „unfreiwillig fotografiert“, obwohl eine hier nicht näher genannte Tageszeitung erst kurz zuvor schrieb, beide Blitzer seien noch nicht scharf. Dieser Bürger wandte sich darauf hin an seinen Stadtrat Jens-Hentschel-Thöricht mit der Bitte um Auskunft, ob das für ihn Folgen haben könne. Dieser fragte beim für die Blitzer zuständigen Landrat nach, um welche Geräte es sich bei den Anlagen handelt und ob hier die besagten Rohmessdaten gespeichert werden.

Dieser antwortete, dass es sich bei den Blitzern um eine Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlage des Typs Gatso GTC-GS11 von der Firma Sensys Gatso Group handelt. Ob die Rohmessdaten gespeichert werden oder nicht, darauf antwortete das Landratsamt dann doch eher schwammig: „Weder das Messgerät bzw. die Messergebnisse noch das standardisierte Messverfahren werden vom Verfassungsgerichtshof des Saarlandes in Frage gestellt. Bei dem Typ Gatso GTC-GS11 kann jeder individuelle Geschwindigkeitsmesswert auf Stimmigkeit überprüft werden. Dieses wird durch die Erstellung von zwei Beweisfotos ermöglicht – aus dem Zeitintervall zwischen beiden Bildern und der gefahrenen Wegstrecke kann die Geschwindigkeit zwischen beiden Bildern dann hinsichtlich der Plausibilität überprüft werden. Die Erstellung von zwei Beweisfotos und die Einblendung der individuellen lntervallzeit für jede Messung ermöglichen eine unabhängige und nachvollziehbare Plausibilitätseinschätzung und schränken somit nicht das Recht auf eine wirksame Verteidigung des Betroffenen ein.“

Ihr solltet euch also nicht 100-%ig darauf verlassen, eure neuen „Selfies“ in Zukunft vor Gericht erfolgreich anfechten zu können, also haltet euch lieber an die Verkehrsvorschriften, dann seid ihr auf alle Fälle auf der sicheren Seite!