Schule im „Home-Office“ – Wie läuft es bei euch?

Viele Mädchen und Jungen gehen ihrer Schulpflicht derzeit im „Home-Office“ nach. Dies hat Vor- aber auch Nachteile. Viele Kinder sehnen sich bereits nach ihren gewohnten Schulumfeld und ihren Freunden.

Wie läuft es bei euch?

Unterstützt uns bitte und schickt uns eure Lernfotos oder -videos eurer Kinder, eventuell mit einem kleinen Zweizeiler an redaktion@zittau-live.de. Aus eurem Material möchten wir gern für die Kinder eine Motivationsseite erstellen. Wir freuen uns auf eure Zusendungen!

Hamsterkäufe sorgen nach wie vor für Engpässe

Eine zur deutschen Mentalität gehörende Unsitte ist es, dass viele (nicht alle) sich selbst der Nächste sind. Dies gilt in aktuellen Zeiten vor allem für die sogenannten Hamsterkäufe – sehr gut an den Supermarkt-Regalen erkennbar, die bei den älteren Lesern schon leichte Ostalgie-Gefühle aufkommen lassen. Hätten alle ihr Einkaufsverhalten so beibehalten, wie es vor der Krise war, würde es niemals zu Engpässen kommen.

Besonders sichtbar und vielerorts diskutiert ist der derzeitige Mangel an Toilettenpapier. Mitunter wurde dieses zu Beginn der Krise und vor den Kaufbeschränkungen fast palettenweise aus den Märkten geschleppt. Gleiches gilt für Nudeln, Konserven, und, und und. Zurück zum Toilettenpapier. Selbiges in der Stadt zu bekommen ist fast unmöglich.

Deshalb möchten wir die uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen und appellieren an alle Zittauerinnen und Zittauer: Denkt nicht nur an euch, denkt auch an eure Mitmenschen! Dann reicht auch alles für alle!

Hamsterkäufe sorgen nach wie vor für Engpässe

Kritik an Hygiene im Kaufland Äußere Weberstraße

Etliche Zittauerinnen und Zittauer kritisieren das Handling mit der Desinfektion der neuerdings vorgeschriebenen Einkaufswagen, explizit am Kaufland Äußere Weberstraße. Die Kunden müssen sich erst einen Wagen holen, sprich diesen anfassen, welchen andere Kunden zuvor berührt haben. Erst nachdem sie sich mit dem Wagen an den Eingang begeben wird der Griff dort von einem Mitarbeiter desinfiziert. In der Zwischenzeit hat man mögliche Viren bereits längst an den eigenen Händen. Die Form der Desinfektion ist somit völlig sinnlos und gleichzeitig eine Verschwendung der ohnehin schon raren Desinfektionsmittel. Warum ist es denn nicht möglich, den Wagen direkt in der Box, also gleich nachdem ihn ein Kunde zurückbringt, zu desinfizieren?

Löbliches Beispiel ist hier der REWE Zittau an der Hochwaldstraße, dort gibt es im Markt nur desinfizierte Einkaufswagen, die gebrauchten werden in eine andere Reihe gestellt, die auch gleich wieder von zwei Fachkräften desinfiziert werden.

Viele Zittauerinnen und Zittauer verstehen nicht, dass trotzt Kritik in der letzten Woche bei Kaufland immer noch das so begehrte Desinfektionsmittel SINNLOS verschwendet wird.

Kritik an Hygiene im Kaufland Äußere Weberstraße

Ersatzfahrplan trilex vom 05. bis zum 30. April

Aufgrund der aktuellen Situation reduziert die Länderbahn ihren Verkehr im Ostsachsennetz spürbar. Das geänderte Betriebskonzept des trilex wurde mit den Aufgabenträgern ZVON und VVO abgestimmt. Es wird auf allen Strecken durchgehend ein stabiler Grundfahrplan sichergestellt.

Bitte beachtet diese Änderungen bei eurer Reiseplanung. Berücksichtigt bitte auch die längeren Fahrzeiten des Schienenersatzverkehrs und nutzt gegebenenfalls früherer Verbindungen, um Anschlusszüge zu erreichen. Details entnehmt bitte den Fahrplantabellen.

Großes Zittauer Fastentuch nun auch virtuell begehbar

Seit dem 27. März ist auch der zweite virtuelle Rundgang der Städtischen Museen Zittau online. Nun kann man das Große Zittauer Fastentuch mitsamt seinem ungewöhnlichen Ausstellungsraum, dem Museum Kirche zum Heiligen Kreuz, erkunden. Das große Zittauer Fastentuch von 1472 erzählt schachbrettartig in 90 Bildern die biblische Geschichte von der Erschaffung der Welt bis hin zum Jüngsten Gericht. Mit 6,80 m Breite und 8,20 m Höhe gehört es zu den größten und auch ältesten weltweit.

Wie beim Rundgang durch die Klosterkirche ist es auch möglich, einen Blick in das Dachwerk zu werfen, in dem sich ein historischer Göpel zum Heraufziehen von Lasten erhalten hat. Ebenfalls in den Rundgang einbezogen ist der historische Kreuzfriedhof rund um die Kirche, der durch seine zahlreichen barocken Grabdenkmäler und imposanten Grufthäuser eine besondere kulturhistorische Bedeutung hat. Deutschlandweit blieben wenige vergleichbare Ensembles nahezu unverändert erhalten. Fünf der prachtvollen Grufthäuser kann man mit ihren aufwändigen Grabdenkmälern, die besonders für Zittauer Kaufleute und Bürgermeisterfamilien gesetzt worden waren, besichtigen.

Die Realisierung des virtuellen Rundganges erfolgte wieder in Zusammenarbeit mit der Firma Sachsenhits VRmedia Niesky.

Weitere Informationen zu den Zittauer Fastentüchern auf  https://zittau.de/de/tourismus-kultur-freizeit/sehenswertes/die-zittauer-fastent%C3%BCcher

Screenshot:

Großes Zittauer Fastentuch nun auch virtuell begehbar

Längerer Hubschrauber-Einsatz gestern Nacht über Olbersdorf und Jonsdorf

In der gestrigen Nacht gegen 00:00 Uhr kreiste längere Zeit ein Helikopter hauptsächlich über Olbersdorf aber auch über Jonsdorf. Dies warf natürlich bei den Anwohnern Fragen auf. zittau-live telefonierte heute Morgen mit der Bundespolizeiinspektion Ebersbach. Auf Anfrage teilte man uns mit, dass es sich bei dem Hubschrauber-Einsatz um einen Grenzüberwachungsflug der Bundespolizei handelte. Dieser ging ohne Feststellungen von statten.

Wozu ein Beteiligungsprozess in der Lausitz, wenn die strategische Entwicklung nicht bestimmt?

Derzeit besteht wenig Hoffnung, dass die Ideen der Lausitzer Bevölkerung ernsthaft in den Strukturwandel-Prozess einbezogen werden. Dieses ernüchternde Fazit zieht die zuständige Landtagsabgeordnete Antonia Mertsching aus der Antwort auf ihre Kleine Anfrage „Lausitzer Leitbildprozess im Rahmen des Strukturwandels 

„Für die Lausitz wird es künftig zwei Leitbilder geben: Eines wurde von der Prognos AG erarbeitet und ist bereits in den Gesetzgebungsprozess des Bundes zum Strukturstärkungsgesetz eingeflossen. Es war durch die Staatsregierungen in Brandenburg und Sachsen eingereicht worden. Das zweite Leitbild wird derzeit gemeinsam mit der Lausitzer Bevölkerung erstellt, und zwar durch die Zukunftswerkstatt Lausitz.

Während das erste Leitbild bald gesetzlich legitimiert sein wird und folglich Förderprogramme danach ausgerichtet werden, soll das gemeinsam mit der Bevölkerung erstellte Leitbild lediglich in die Erstellung eines Förderprogramms zur Ausreichung der Finanzhilfen mit einfließen‘. Die Staatsregierung weiß offensichtlich noch nicht, was sie am Ende mit dem Leitbildprozess der Zukunftswerkstatt Lausitz anfangen soll. Sie kann nicht darlegen, wie dieser Prozess die strategische Entwicklung beeinflussen soll. Das ist dürftig, wenn man bedenkt, dass für die Zukunftswerkstatt insgesamt 7,8 Millionen Euro ausgegeben werden.

Wenn das Leitbild eines Wirtschaftsforschungsunternehmens am Ende mehr Gewicht hat als das Ergebnis eines Beteiligungsprozesses, müssen sich die Menschen in der Lausitz veralbert vorkommen. Beteiligung verdient ihren Namen nur, wenn sie nicht die Bevölkerung besänftigen, sondern deren Ideen ernsthaft in staatliches Handeln einbeziehen soll.“

Lausitz

Die Black Panther Girls vom ESC Jonsdorf

Auch heute sind wir noch einmal in Jonsdorf und zwar bei den Black Panther Girls des ESC Jonsdorf. Kurz vor ihrer Trainingseinheit haben wir die Mädels in der SPARKASSEN-Arena Jonsdorf besucht und einfach mal nachgefragt, wer sich den so unter der robusten Montur verbirgt. Auch diesen Beitrag haben wir bereits Anfang März aufgezeichnet.

Zu Besuch im Schmetterlingshaus Jonsdorf

Gestern präsentierten wir euch hier unser Interview mit der Bürgermeisterin von Jonsdorf Kati Wenzel, welches wir bereits Anfang März aufgezeichnet haben. Darin sprach sie auch über die touristischen Highlights der Gemeinde, unter anderem auch das Schmetterlingshaus. Wir nutzten an diesem Tag gleich die Gelegenheit und sprachen mit dem Geschäftsführer Frithjof Helle. Im Moment ist das Schmetterlingshaus zwar geschlossen, aber wenn der ganze Spuk hier vorbei ist, können wir euch einen Besuch nur empfehlen!

Zittauer Wochenmarkt fand wie geplant statt

Bei strahlendem Sonnenschein fand heute wie geplant der Wochenmarkt auf dem Zittauer Marktplatz statt. Etliche Zittauerinnen und Zittauer nutzten die willkommene Möglichkeit zum Freiluft-Shoppen. Ob sie denn Angst vor einer möglichen Infektion hätten, fragten wir einige Passanten. Der überwiegende Tenor lautete: Nein. Trotzdem habe man Respekt vor dem Virus und halte sich an die Vorgaben des Gesundheitsamtes: immer zwei Meter Abstand und die weiteren bekannten Hygiene-Regeln. Nachdem fast sämtliche Läden geschlossen bleiben, bietet der Wochenmarkt eine gelungene Abwechslung.

Wiedereröffnung der Sparkasse Bernstadt

Die Sparkassenfiliale in Bernstadt ist nach 4-monatiger Komplettrenovierung wieder geöffnet. Geplant waren eigentlich nur 4 Wochen, jedoch zeigten sich während der Renovierung massive Feuchtigkeitsschäden. Mit einer großen Eröffnungsfeier, bei welcher auch der Bürgermeister von Bernstadt anwesend war, wurde die neue Filiale feierlich eingeweiht. Mehr dazu im Film.
 
Den Beitrag haben wir bereits Anfang März aufgezeichnet.

Interview mit der Bürgermeisterin von Jonsdorf Kati Wenzel

Rund 100 Tage ist sie nun schon im Amt – Kati Wenzel, die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Jonsdorf. Im Gemeindeamt sprachen wir mit ihr über ihre ersten Erfahrungen, ihre Aufgaben, ihre Sorgen und über ihre Pläne.

Das Interview haben wir bereits Anfang des Monats aufgezeichnet.

Polizei greift hart durch

Gestern haben Beamte im Landkreis insgesamt 52 Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet und 20 Mal einen Platzverweis ausgesprochen. Hauptsächlich ahndeten die Ordnungshüter Missachtungen der Ausgangsbeschränkung. Das bedeutet, die Betroffenen hatten ohne einen triftigen Grund das eigene Zuhause verlassen. Die Einsatzkräfte kontrollierten an öffentlichen Orten und gingen Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

Christliches Gemeindezentrum Elim mit besonderem Angebot für Schüler und Eltern

Der Pastor des christlichen Gemeindezentrum Elim in Zittau Johannes Weiß möchte besonders Schülerinnen und Schüler aber auch deren Eltern mit den Fragen um „Corona“, in dieser Zeit der Unsicherheit nicht allein lassen.

„Als Christen glauben wir, dass wir gemeinsam unsere Anliegen, unsere Ängste und Sorgen, aber auch unseren Dank und unsere Hoffnungen im Gebet vor Gott bringen können, und dass Gott unsere Gebete hört.  Deswegen bietet unsere Gemeinde den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Dinge, die sie beschäftigen mit in unser Gebet aufzunehmen“, so Johannes Weiß.

Gebetsanliegen, auch anonym versandt, können per Brief an das Christlichen Gemeindezentrum Elim, Innere Oybiner Str. 7, 02763 Zittau gesandt oder eingeworfen werden. Per Mail ist die Gemeinde unter office@elim-zittau.de erreichbar.

Wer darüber hinaus ein persönliches Gespräch, einen Rat, Trost oder Zuspruch sucht, kann gern unter der Mailadresse einen Termin vereinbaren.

Zwangsstilllegung auf der Hochwaldstraße

Eine gemeinsame Streife der Bundes- und Landespolizei stoppte gestern um 10:10 Uhr in der Zittauer Hochwaldstraße den Fahrer eines Mercedes Benz PKW. Der 61-jährige deutsche Fahrer war ohne gültiger PKW-Haftpflichtversicherung unterwegs und riskierte damit im Schadensfall selbst für die Folgekosten aufkommen zu müssen. Die Fahrt endete vor Ort. Die Beamten entstempelten die Nummernschilder und stellten die Autoschlüssel sicher. Der Mann muss sich nun wegen seinem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. Die Landespolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Einschränkungen im Bahnverkehr

Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) ist dankbar für das große Engagement,  mit dem alle Verkehrsunternehmen die Menschen in der  Region auch in der Corona Krise von A nach B bringen. 

Die Länderbahn wird ihr Angebot dennoch zum 05.04.2020 anpassen. Mit diesem Konzept wird der Verkehr gegenüber dem normalen Volumen spürbar reduziert. In den letzten Wochen sind aufgrund der Pandemie deutlich weniger Fahrgäste mit den Zügen gefahren. Nur durchschnittlich 10 Fahrgäste sitzen derzeit in einem Zug. Dennoch hat die Länderbahn  zunächst das volle Betriebsprogramm aufrechterhalten. Geschäftsführer Wolfgang Pollety: „Die Bahn gehört zum System der sogenannten „kritischen Infrastruktur“ und sichert gerade in solchen Ausnahmesituationen die Mobilität der Menschen. Dennoch muss  sich auch die Länderbahn auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen und vor allem auf einen möglicherweise ansteigenden Krankenstand vorbereiten. 

Zwischen Dresden und Zittau fährt die Linie RB61 mit Ergänzungen von einzelnen Fahrten des RE2. Damit ist zwischen Dresden und Zittau ein mindestens 2-stündliches Angebot gewährleistet. Die genauen Ersatzfahrpläne sind auf den jeweiligen Webseiten des  ZVON und der Länderbahn zu finden.

Bei der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft mbH (ODEG) sind zunächst keine Reduzierungen des Angebotes geplant. Die Züge fahren weiterhin im Stundentakt zwischen  Zittau und Cottbus sowie im normalen Fahrplan zwischen Görlitz und Hoyerswerda.

 Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge (SOEG)

Die Züge der Zittauer Schmalspurbahn fahren zunächst bis Ende April nach dem Fahrplan der Nebensaison. Normalerweise würde ab dem 4. April die Hauptsaison bei der Schmalspurbahn beginnen. Der ZVON hat mit der SOEG vereinbart, dass die eingesparten Zugkilometer im Sommer bzw. im November gefahren werden, wo ansonsten planmäßig Betriebsruhe wäre. Alle Züge fahren im Dieselbetrieb und ohne Speisewagen, da es derzeit keine touristischen Fahrten gibt. Der Dieselbetrieb ist zudem weniger personalaufwendig und der Betrieb kann mit weniger Personenkontakten durchgeführt erhalten werden. Ende April wird die Lage neu bewertet.

Mit halber Kraft voraus…

Liebe Freunde von zittau-live,

nachdem es auch bei uns in den letzten Wochen zu zum Teil extremen Ereignissen kam, werden wir ab Morgen den Betrieb langsam wieder aufnehmen. Aufgrund der aktuellen Ereignisse werden wir jedoch voraussichtlich bis Ende April nur mit halber Kraft fahren können. Trotzdem freuen wir uns, wieder für euch da sein zu können.

Viele Grüße aus der Redaktion und bleibt gesund!

(c) Symbolbild: R. Georg

Müssen wir uns Sorgen machen? OBM denkt: „Panikmache“

Das ist eine heikle Frage! Um was es geht? Um etwas, was bei uns in der Lausitz zwar im Moment unvorstellbar aber dennoch nicht ausgeschlossen ist – die Infektion der Bürgerinnen und Bürger mit dem Corona-Virus. Viel wurde darüber schon von den nationalen TV-Anstalten publiziert und immer denkt man, es trifft eh nur Großstädte.

Das das Virus mittlerweile auch in Deutschland angekommen ist, dürfte allgemein bekannt sein. Von daher ist es nicht einmal so abwegig, dass der Zittauer AfD-Fraktionschef Jörg Domsgen gestern Abend in der aktuellen Zittauer Stadtratssitzung folgende Anfragen stellte:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

gemeinhin sind die zunehmend negativeren Nachrichten aus der globalen Entwicklung zum Corona-Virus bekannt. Die Fragestellerin bittet in diesem Kontext um Beantwortung folgender Fragen:

1. Liegen der Stadtverwaltung eigene Erkenntnisse oder nähere Informationen seitens übergeordneter Behörden und/oder politischer Ebenen vor, die auf zu erwartende negative Auswirkungen auf Zittau, die Bürger, deren Versorgung oder gar Gesundheit hinweisen?

2. Falls ja, welcher Art sind diese erwarteten Auswirkungen?

3. Gibt es Maßnahmepläne der Stadtverwaltung mit dem Ziel solche negativen Auswirkungen zu verhindern oder zumindest abzumildern? Und wenn ja, wie sehen diese genau aus?

Man kann dem gegenüberstehen, wie man möchte. Vorbereitung ist sicher besser, als hinterher die Konsequenzen tragen zu müssen. Aus mehreren Rückmeldungen verschiedener Fraktionen in Zittauer Stadtrat ergab sich jedoch ein ganz anderes Bild. Der einheitliche Tenor der jeweiligen Fraktionen: Oberbürgermeister Thomas Zenker zieht das Ganze eher ins Lächerliche (Zitat!!) und warf der AfD-Fraktion „Panik-Mache“ vor. Ob dem so ist, wird sicher die Zukunft zeigen.

Sicher, Deutschland hatte in den letzten Jahren so viele Pandemien, Hühnergippe, SARS, Schweinpest, Rinderwahnsinn, und, und und. Trotzdem sollte man potentielle Gefahren nicht unterschätzen.

Schienenersatzverkehr beim Trilex

Wer den Eingang in die Wartehalle des Bahnhof Zittaus kennt, weiß, dass der Schaukasten gerade zu mit Veränderungen übersät ist. Denn es ist nicht nur bekannt geworden, dass die ODEG ihren Schienenersatzverkehr verlängert (zittau-live berichtete gestern), sondern nun auch der Trilex auf seinen Strecken mit einigen Einschränkungen zu rechnen hat.

Wir haben für euch hier das Wichtigste dazu zusammengeführt:

Zeitraum 28. Februar bis 01. März 2020
Hier wird es in den Nachtstunden einen Schienenersatzverkehr zwischen Arnsdorf und Bischofswerda geben bzw. fahren auch Züge mit veränderten Fahrzeiten zwischen Dresden und Zittau (Liberec) sowie Görlitz.

Grund hierfür sind Bauarbeiten der DB Netz AG, welche von Freitag, 28. Februar, ca. 22:25 Uhr, bis Sonntag, 01. März, ca. 4:25 Uhr andauern werden.

Zwischen Rybniště/Seifhennersdorf  – Zittau – Hrádek nad Nisou – Liberec wird es auf der Linie L7 zwei Fahrplanänderungen geben.

Zeitraum 02. März bis 05. März 2020
In diesem Zeitraum wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Hrádek nad Nisou – Chrastava – Liberec jeweils von 10:15 bis 18:10 Uhr mit Bussen eingeführt.

Grund hierfür sind Vegetationsarbeiten.

Zeitraum 09. März bis 12. März 2020
Auch in diesem Zeitraum wird es einen Schienenersatzverkehr zwischen Hrádek nad Nisou und Chrastava jeweils von 09:25 bis 17:25 Uhr mit Bussen geben.

Grund hierfür sind ebenfalls Vegetationsarbeiten.

(Änderungen vorbehalten.)

Neues aus dem Stadtrat – Feuerwehr und Schwimmhalle Hirschfelde vorerst vom Tisch

Die beiden hoch-brisanten Themen „Zittauer Feuerwehr“ und „Schwimmhalle Hirschfelde“ sind erst einmal vom Tisch. Die beiden Punkte, sprich die Einsparung bei unserer Feuerwehr in einem Volumen von 700.000 Euro sowie die Schließung der Schwimmhalle Hirschfelde, einer der letzten Event-Points in dem durch die Eingemeindung ohnehin gebeutelten Ortsteil, entwickelte sich in den letzten Wochen und Monaten zu hoch-emotionalen Streitthemen.

Nun ist seit der letzten Stadtratssitzung gestern Abend Licht am Ende des Tunnels: Beide Themen sind vorerst vom Tisch, sie werden ausgegliedert, bis zum 31. Mai müsse dazu noch ein Nachtragshaushalt erstellt werden. In diesem muss jedoch angegeben werden, wie besagte Kosten konsolidiert und kompensiert werden sollen.

Das Schöne an der gestrigen Entscheidung: Das Haushaltsstrukturkonzept wurde mehrheitlich damit nicht gekippt, so das es zu keiner Haushaltssperre kommt. Dadurch bleibt die Stadtverwaltung handlungsfähig. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

 

Strafen für kleinere Verkehrssünden verdoppeln sich

Mit der von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer initiierten Änderung der Straßenverkehrsordnung 2020 werden die Strafen auch für bislang als eher geringfügig angesehene Geschwindigkeitsverstöße in etwa verdoppelt. Punkte in Flensburg gibt es demnächst ab 16 Km/h über dem Limit, ab 21 Km/h innerorts oder 26 Km/h außer Orts gibt es einen Monat Fahrverbot oben drauf. Die Neuerungen schließen sich an die unter dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Ramsauer mit der Reform des so genannten Punktesystems eingeführten Verschärfungen an. Die sächsische Landesregierung hat den neuen Regelungen im Bundesrat zugestimmt. Die neuen Regeln treten mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Quelle: IHK Sachsen

Bürokratie gefährdet Gastronomen und Hoteliers im Landkreis

Die Fülle von staatlichen Vorgaben und Verpflichtungen kostet deutsche Unternehmen einen erheblichen Teil ihrer Rendite und kann insbesondere für mittelständische Betriebe sogar existenzgefährdend sein. Das zeigt eine aktuelle Studie zu den Bürokratiekosten im Gastgewerbe.

„Es ist erschreckend, wie viel Zeit und Geld den Unternehmen durch Bürokratie verloren geht“, kommentiert Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Ergebnisse der Untersuchung, die die Sira Consulting GmbH im Auftrag des DIHK durchgeführt hat. „Darunter leiden nicht nur die betrieblichen Abläufe, sondern auch die Kunden.“

Bürokratiekosten aufgrund komplizierter Vorgaben und Verpflichtungen machen bei einem typischen Unternehmen im Gastgewerbe jedes Jahr 2,5 Prozent des Umsatzes aus. Bei durchschnittlichen Margen und hohen Arbeitsbelastungen kann das die Betriebe in ihrer Existenz und Nachfolge gefährden. Laut der Studie leisten die Unternehmen der Branche durchschnittlich 14 „Überstunden“ pro Woche, um 100 bis 125 komplexe Vorschriften etwa zur Kassenrichtlinie, Hygieneüberwachung oder Datenschutzgrundverordnung zu erfüllen.

„Unsere Unternehmen akzeptieren dabei durchaus den Sinn und Zweck einzelner Regelungen“, sagt Eric Schweitzer. Trotzdem vermissen die Betriebe bei mehr als der Hälfte der bestehenden Verpflichtungen einen Bezug zu den Geschäftsprozessen. Laut Hygienevorschrift müssen Gastro-Unternehmer zum Beispiel die Temperaturen von Kühlschränken täglich per Hand in ein Formular eintragen und ein Jahr aufbewahren – selbst dann, wenn sie über ein automatisches und digitales Mess-System verfügen.

Der DIHK schlägt deshalb einen verbindlichen Praxis-Check für neue Gesetze vor. „Neue Verpflichtungen dürfen kein Selbstzweck sein. Ganz nach dem Prinzip: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Dazu gehört, neue Vorschriften und deren praktische Umsetzung einfach und verständlich zu gestalten“, erläutert der DIHK-Präsident.

So könnten etwa die umständlichen Meldezettel in Hotels und Gaststätten ganz abgeschafft werden, weil sie nicht dabei helfen, die Kriminalität zu bekämpfen. Außerdem sollten Aufbewahrungsfristen verkürzt und aufwendige Dokumentationen vereinfacht werden.

Quelle: IHK Sachsen

Suchtprävention im Dreiländereck

Im letzten Jahr hat die Stadt Hrádek nad Nisou ein Förderprojekt der Euroregion Neiße zum Thema Suchtprävention realisiert. Schüler aus Zittau waren am Bahnhof von Hrádek nad Nisou und besichtigten den „Drogenzug“ mit einer interaktiven Ausstellung. Die Erlebnisse und die nachfolgende Aufarbeitung in der Schule waren sehr intensiv.

Verschiedene Workshops zu diesem Thema wurden angeboten. Als Fortsetzung der Zusammenarbeit folgt in diesem Jahr ein Förderprojekt der Euroregion Neiße, das die Stadt Zittau leitet. Geplant sind unterschiedliche Veranstaltungen, vor allem Workshops und Vorträge. Der erste Workshop findet im Frühjahr statt und richtet sich an die Erzieher und Pädagogen der Grundschulen und interessierte Öffentlichkeit.

Man wird sich mit den Sozialkompetenzen der Kinder beschäftigen die im Rahmen der Prävention von Risikoverhalten gefördert werden können. Es wird mit einem methodischen Handbuch gearbeitet. Titel der Veranstaltung ist „Der Katzengarten“. Die Veranstaltung findet in Hrádek nad Nisou statt, sie besteht aus zwei Workshops, die Termine sind am 24. April und am 16. Oktober (ganztägig).

Weitere Infos und Anmeldung unter m.janyska@zittau.de

Foto: Archiv

Müssen erst alle jungen Menschen im Zittauer Gebirge wegziehen?

Die Frage stammt nicht von uns, aber dazu später mehr.

Die Welt könnte so schön einfach sein, gäbe es da nicht den Amtsschimmel und die verhasste Bürokratie. Das denkt sich derzeit auch eine kleine junge Familie in Eichgraben. Die Familie erbte vor geraumer Zeit ein beachtliches Grundstück mit 7.000 Quadratmeter Größe. Auf diesem Grundstück befindet sich ein Haus aus den 50er / 60er Jahren. Bei besagtem Grundstück handelt es sich um einen so genannten „Außenbereich im Landschaftsschutzgebiet“.

Nun hat die kleine Familie den Wunsch, auf ihrem eigenen Grundstück ein Eigenheim zu errichten. Doch der Wunsch wird im Keim erstickt. Nicht nur, dass sie auf ihrem eigenen Grundstück nicht bauen darf, aller Unverfrorenheit die Krone aufsetzend, bietet man ihr an, nur wenige Meter weiter ein städtisches, maximal 500 – 600 Quadratmeter großes Grundstück zu einem stolzen Preis erwerben zu dürften, auf welchem ihr Bauwunsch dann stattgegeben würde.

Grund für dieses ganze Possenspiel ist lediglich eine Formulierungsfrage. Bei besagtem Grundstück handele es sich um einen sogenannten Außenbereich, hier dürfe nicht gebaut werden auch wenn sich das Bauprojekt optisch perfekt in die Umgebung einbinden würde. Selbst die Untere Naturschutzbehörde hat sich dem Vorhaben nicht grundsätzlich verweigert, sondern einen entsprechenden Verfahrensweg aufgezeigt, um hier Baurecht herzustellen. Selbst der Ortschaftsrat Eichgraben setzt sich seit langer Zeit für die Familie ein und hat einen entsprechenden Beschluss gefasst, um ein Verwaltungsverfahren in Gang zu setzen, welches der jungen Familie das Bauen auf ihrem Grundstück ermöglicht.

zittau-live sprach gestern Abend mit dem Ortsbürgermeister von Eichgraben Sven Ehirg. Er meinte wörtlich: „Da Zittau nach wie vor jedes Jahr Einwohner verliert, sollten wir alle gemeinsam alles tun, junge Menschen in unserer Stadt zu halten bzw. in unsere Stadt zu holen. Darum ist es unverständlich, wie hier eine junge Familie eher zum Wegzug bewegt wird.“ Interessant wäre auch zu sehen, wie der Oberbürgermeister dazu steht, da er doch selber Eichgrabener ist.

Dies wird auch heute Abend ein Thema auf der aktuellen Stadtratssitzung werden, der Ortschaftsrat Eichgraben hat einen entsprechenden Beschlussantrag eingebracht, der von allen Stadtratsfraktionen übernommen wurde. Die Fraktion der AfD hat zu dieser Vorlage einen Änderungsantrag eingebracht, um einen mehrheitsfähigen Weg zu finden , der dieser jungen Familie das Bauen auf ihrem Grundstück ermöglichen soll.

Ortsbürgermeister Sven Ehrig vermutet, dass hier eher persönliche Befindlichkeiten eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung diesem Vorhaben im Wege stehen.

Alkohol verträgt nicht jeder….

3,28 und 2,40 Promille lauten die Ergebnisse des Atemalkoholmessgerätes, das Bundespolizisten gestern Abend am Ebersbacher Bahnhofs einsetzen mussten. Zwei 29- und 31-jährige Deutsche kamen mit dem Zug aus Dresden und waren in Ebersbach ausgestiegen. Während der Fahrt hatten sie den Zugbegleiter verbal beleidigt und setzten dies nun während ihrer Polizeikontrolle fort. Sie betitelten die Beamten als „Arschlöcher“ und „Wichser“. Diese empfanden das als unhöflich. Es folgten ein Alkoholtest und eine Strafanzeige wegen Beleidigung.

Politischer Aschermittwoch auch im Landkreis

Das auch die Linken Faschingsfanatiker sind, zeigte heute Jens-Hentschel Thöricht bei einer Tagung im Kreistag. Nach dem Motto “Humor ist die Fähigkeit, heiter zu bleiben, wenn’s ernst wird” meinte er, Zitat:

Es geht am heutigen Tage um den AfD-Antrag zur Schweinepest,
gibt es doch Angst vor dieser,
weil sie aus Afrika kommen soll, gibt sie uns den Rest?

Fraglich ist auch der gewünschte Kommunikationsfluss,
postalisch soll dieser erfolgen, haben wir den Papier und Porto im Überfluss
postalischer Kommunikationsfluss zu den Jagdpächter,
und was sagen der Umweltressourcen Wächter?

Informieren, informieren und informieren wird begehrt,
ein Blick in das World Wide Web hätte schon eines Besseren den Antragsteller belehrt.
Dort gibt es Infos, noch und nöcher,
so gibt es im Wissen gar keine herbei geredeten Löcher.

Auch die gewünschte Telefonnummer ist im Landkreis schon vorhanden,
bei Nichterreichbarkeit kann die Info sogar per Email an der richtigen Stelle landen.

Verpflichtende Schulungen sind überflüssig und tun nicht Not,
so ist der Landesjagdverband mit ständigen Weiterbildungen bereits im Boot.

Nun bin ich am Ende mit meinen Latein,
am Aschermittwoch, so unsere Botschaft, sagen wir Nein,
Nein zum Antrag, der wie beschrieben sinnfrei ist,
Nein zur AFD, denn die Inhalte dieser Partei sind mehr als … Mist.

(Für den Inhalt des Beitrages ist ausschließlich die jeweilige Partei zuständig. zittau-live sieht sich als parteipolitisch neutral und stellt lediglich die Plattform zur Verfügung.)

Foto: Archiv

ODEG geht in Verlängerung

Seit dem 07. September 2019 verkehrt die KVG im Auftrag der ODEG zwischen Zittau und Hagenwerder in beiden Richtungen als Schienenersatzverkehr mit Bussen. Grund hierfür sind die notwendigen Sanierungsarbeiten durch die polnische Staatsbahn PKP PLK. Der Neißetal-Abschnitt zwischen Hirschfelde und Hagenwerder wird auf polnischer Seite seit langem immer wieder und auch aktuell saniert, sehr zum Ärger der Fahrgäste. Ziel der Sanierung soll die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Streckengeschwindigkeit von 80 km/h und die Verbesserung der Qualität durch den Einbau von lückenlos verschweißten Schienen sein.

Ursprünglich war ein Ende in Sicht: der 07. März. Doch daraus wird nun leider nichts.

Der ZVON bestätigte uns, dass sich die Baumaßnahmen weiterhin in die Länge ziehen, sodass vorerst bis zum 21. April in beiden Richtungen weiterhin Ersatzverkehr mit Bussen besteht.

Das ist nicht nur ärgerlich für die Bahnreisenden an sich. Besonders ärgerlich ist diese Mobilitätseinschränkung für Menschen mit Kinderwagen und auch körperlich beeinträchtige Fahrgäste mit Rollstuhl oder auch Gehhilfen, da der Bahnhof in Hagenwerder nicht barrierefrei gebaut ist und somit schon allein das Erreichen des Bahnsteiges sehr erschwert ist.

Diebstähle von Radladern und Minibaggern in Zittau – Täter in Haft

Polizisten des Regionalen Ermittlungsabschnittes Seifhennersdorf des Kommissariats für Eigentum und Bandenkriminalität der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Görlitz haben eine polnische Tätergruppe dingfest gemacht. Auf das Konto der Bande gehen unter anderem mehrere Diebstähle von Radladern und Minibaggern.

Die Taten

Die drei polnischen Beschuldigten im Alter von 34, 37 und 46 Jahren entwendeten seit April 2019 im grenznahen Raum Zittau, Olbersdorf, Oybin, Leutersdorf und Jonsdorf Baumaschinen von Baustellen. Außerdem brachen sie in eine Firma in Neugersdorf ein und stahlen einen Anhänger eines Autohauses. Diesen benutzten sie nachweislich zum Transport zweier gestohlener Minibagger. Zur Tatausführung brachten sie in der Regel falschen Kennzeichen an ihre Fahrzeuge an.

Die Festnahme

Deutsche und polnische Polizisten nahmen den Haupttäter in den Abendstunden des 12. Juni 2019 bei einer Verfolgung kurz nach der Friedensstraße in Zittau auf polnischem Hoheitsgebiet fest – zittau-live war damals vor Ort. Bei der Verfolgung rammte der Täter einen Streifenwagen um sich der Festnahme zu entziehen. Dennoch klickten damals die Handschellen. Durch weitere intensive Ermittlungen und eine sehr gute Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei, konnten zwei weitere Beschuldigte identifiziert werden. Die beiden Mittäter befinden sich mittlerweile in Polen in Haft.

Fotos: Archiv zittau-live

Danke für das Lob!

In Zeiten mit extrem starken Gegenwind ist ein ganz kleines Lob manchmal schon Balsam für die Seele….. Mehr dazu über die Hintergründe, den Maulkorb, der uns aufgesetzt wurde, nur weil wir Dinge beim Namen nennen, uns nicht unterbuttern lassen, wie selbsternannte Diktatoren festlegen, was in Zittau noch publik gemacht werden darf, all das erfahrt ihr noch in dieser Woche, nur hier bei uns, bei zittau-live! Und nein, wir lassen uns nicht verbiegen!

Wie vertragen sich Tschechen und Deutsche heute und warum?

Die Frage zu beantworten wird morgen Abend um 18:30 Uhr im Altbestand der Christian-Weise-Bibliothek Zittau auf der Lisa-Tetzner-Straße 11 versucht. Harald Skala wird dazu seinen Vortrag „Tschechen und Deutsche – eine schwierige Nachbarschaft?!“ halten.

Skala, geboren am 3. Juli 1935 in Schatzlar (heute Žacléř/ CZ) im Riesengebirge stammt selbst aus einer Mischehe: Vater Tscheche, Mutter Sudetendeutsche. Er besuchte 1940 – 1945 in Iglau (heute Jihlava/ CZ) die deutsche Grundschule, nach 1947 dann tschechische Schulen. Ab 1956 in Liberec beschäftigt, flüchtete er nach dem Einmarsch der Armeen des Warschauer Paktes im August 1968 und kam nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Belgien nach Deutschland. Seit 2010 wohnhaft in Obercunnersdorf widmet er sich seinen Hobbys, Militärgeschichte der K. K. Monarchie und der Genealogie.

Doch zum eigentlichen Thema: Wir haben uns daran gewöhnt, schnell mal „rüber“ nach nach Varnsdorf oder Rumburk zu fahren, zum shoppen oder um gut und preiswert die böhmische Küche zu genießen. Mit dem Auto ist man schnell dort und merkt gar nicht, wo Deutschland aufhört und Tschechien beginnt. Grenzkontrollen, Pass und Visum, Zollerklärung? Schon unsere mittlere Generation kann mit diesen Begriffen nichts mehr anfangen. Es ist aber gar nicht so lange her, da war es ganz anders. Die Menschen in Rumburg, Warnsdorf und Schluckenau sprachen alle deutsch. Heute heißen die Orte Rumburk, Varnsdorf und Šluknov und deutsch sprechen dort nur sehr wenige Menschen. In den ersten Jahren nach 1945 war es dort sogar absolut verpönt, ja gefährlich, auf der Straße deutsch zu sprechen. Warum es so gekommen ist, könnt ihr in diesem Vortrag erfahren. Eine kleine Ausstellung zeigt Bücher aus dem Altbestand zum Thema.

Der Eintritt ist frei, am Schluss wird um eine Spende zugunsten der Erhaltung der wertvollen Altbestände der Christian-Weise-Bibliothek gebeten.

Direkt hinter der Kammbaude in Oybin / Hain geht Deutschland fließend in Tschechien über
Besonders für Wanderer ist diese „Grenzenlosigkeit“ ein Seegen
Lediglich ein kleines Schild weist auf die „Grenze“ hin
Blick in Richtung Krompach

 

(c) Fotos: M. Huber